Trainer-Oldie vor Rückkehr

Fünf Gründe, warum Heynckes nicht der Richtige für den FC Bayern ist

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Ist Jupp Heynckes wirklich der Richtige für den FCB?

Nach der Entlassung von Carlo Ancelotti steht die Trainer-Rückholaktion des Jahres bevor: Jupp Heynckes soll es machen. Wir haben fünf Gründe, warum der Trainer-Oldie nicht der Richtige für den FC Bayern ist.

Am späten Mittwochabend platzte die Bombe: Jupp Heynckes soll laut Bild zurückkehren und dafür sorgen, dass die schlingernden Bayern zurück in die Spur finden. 

Ist der Trainerfuchs wirklich die beste Lösung für diese Mission? Wir haben hier fünf Gründe, warum Heynckes nicht der Richtige für den FC Bayern ist - und in einem weiteren Artikel fünf gesammelt, warum er DOCH der Richtige ist.

1. Heynckes ist keine Dauerlösung

Jupp Heynckes ist am 9. Mai schon 72 Jahre alt geworden. „Don Jupp“ wäre bei einer Rückkehr der drittälteste Trainer in der Bundesliga-Historie und der älteste Trainer, den die Bayern jemals hatten. Eine neue Bayern-Ära mit Heynckes an der Seitenlinie scheint unvorstellbar. Zur Dauerlösung kann der Trainer-Routinier wohl nicht werden.

2. Heynckes war über vier Jahre aus dem Geschäft

Als Heynckes 2013 seine dritte Amtszeit bei den Bayern beendet hatte, sagte er, dass er nicht vorhabe, noch einmal zu trainieren. Folgt nun nach über vier Jahren ohne Trainer-Engagement die Rolle rückwärts?

Der letzte Bayern-Trainer, der vier Jahre oder länger ohne Trainerstation im Vereinsfußball bei den Bayern anheuerte, war Jürgen Klinsmann. Der ehemalige Weltklasse-Stürmer scheiterte krachend und wurde nach weniger als einer Saison entlassen.

3. Heynckes-Rückkehr beendet die Gerüchte nicht

Eine Rückkehr von Jupp Heynckes ließe die Gerüchteküche weiterbrodeln. Die Frage „Wer übernimmt ab Sommer 2018?“ würde Medien, Verein und Fans weiterhin beschäftigen. 

Spekulationen um Jürgen Klopp, Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel oder einen Mister X, die seit Ancelottis Entlassung gären, würden eine Rückkehr in ruhigeres Fahrwasser gepaart mit sportlichem Erfolg unnötig erschweren.

4. Heynckes ist kein moderner Taktikfuchs

Wie haben sie Pep Guardiola, der wohl schon länger weiß, wer Ancelotti beerbt, bei den Bayern im letzten Jahr vermisst. Wurde Carlo Ancelotti bei dessen Vorstellung noch als Champions-League-Guru und Experte für Zufriedenheit von Stars gefeiert, so schlug die Stimmung nach Rumpelfußball und Star-Querelen schnell zuungunsten des Italieners um. Die Rufe nach Fußball und Taktik à la Pep wurden immer lauter.

Ein Taktikfuchs vom Schlage eines Pep Guardiola ist Heynckes nicht. Auch der Ruf als modernes Taktikgenie, den sich die ebenfalls gehandelten Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann erworben haben, haftet dem Triple-Trainer von 2013 nicht an. Eine Rückkehr zum Pepschen Rasenschach ist mit „Don Jupp“ nicht zu erwarten.

5. Heynckes kennt keine solche Dichte an Stars

Ein großes Problem im bisherigen Saisonverlauf war die Unzufriedenheit vieler Bayern-Stars. Ribéry auf der Bank? Müller frustriert, weil er spät eingewechselt wird? Hummels, Boateng, Martinez oder Süle? Luxusprobleme, die Heynckes aus vergangenen Zeiten nicht kennt.

Als Heynckes mit den Roten 2013 das Triple holte, hießen die Innenverteidiger neben Boateng noch Breno, Badstuber und van Buyten. Bei Thomas Müller galt der van-Gaal-Grundsatz „Müller spielt immer“ und einen fitten Ribéry, den es aktuell ja nicht gibt, hätte Heynckes in wichtigen Spielen mangels Alternativen wohl nicht auf die Bank gesetzt.

Nun würden ihm in der offensiven Dreierreihe neben Robben, Ribéry und Müller auch James Rodriguez, Thiago und Kingsley Coman zur Verfügung stehen. Auch auf der Sechserposition hätte Heynckes mit Vidal, Rudy, Tolisso, Martinez und Thiago die Qual der Wahl. Ob „Don Jupp“ all diese Stars bei Laune halten könnte?

Lesen Sie auch: Fünf Gründe, warum Jupp Heynckes der Richtige für die Bayern ist

sh

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