Wie könne „das Trainieren eines Frauenteams eine Strafe“ sein?

Nach umstrittener Strafe für Heiko Vogel - Spielerinnen mit Kritik an DFB

Der Fall Heiko Vogel löste eine Seximus-Debatte aus.
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Der Fall Heiko Vogel löste eine Seximus-Debatte aus.

Heiko Vogel muss nach ausfallenden Worten eine Frauen- oder Mädchenmannschaft trainieren. Die Fußballerinnen der 1. und 2. Bundesliga üben Kritik am DFB.

Das Echo aus dem Frauen-Fußball war laut und deutlich. Wie bitteschön könne „das Trainieren eines Frauen- oder Mädchenteams als eine Strafe festgelegt“ werden, wollten die Fußballerinnen der 1. und 2. Bundesliga am Wochenende in einem Offenen Brief wissen und forderten den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als höchste Instanz auf, „aktiv zu werden“. Der Vorwurf: Hier werde Sexismus mit Sexismus bekämpft. Auslöser des Wirbels, der vor allem in den sozialen Medien hochkochte, war ein beleidigender Satz von Heiko Vogel, dem Trainer der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. 

Vogel hatte sich Ende Januar gegenüber einer Schiedsrichter-Assistentinnen in „ausfallender Weise geäußert“, so hielt es der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) fest. Vogel wurde mit einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro und einem Innenraum-Verbot für zwei Spiele bestraft. Zudem sei ihm „auferlegt“ worden, so formuliert es der WDFV, sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft zu leiten. Auch der WDFV sieht diesen Punkt inzwischen kritisch und veranlasste, das Urteil durch das Verbandsgericht überprüfen zu lassen.

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