Van Gaal: Als Autor nach Holland

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Engagiert auf der Trainerbank und abseits des Spielfeldes: In den nächsten Tagen kümmert sich Louis van Gaal in der Heimat um sein Buch- und ein Hilfsprojekt.

Noordwijk - Louis van Gaal legte sich noch einmal voll ins Zeug. „Schneller! – Das ist ein Ball! – Bravo, Luca!“

 Obwohl dem Coach am Montagmittag bis auf Miroslav Klose – der Nationalspieler trainierte freiwillig mit, die Einheit wurde wegen ihm sogar um eine Stunde vorverlegt – zwölf Nationalspieler fehlten, hallten van Gaals Kommandos über den Trainingsplatz.

Die nächsten Tage wird es bedeutend ruhiger an der Säbener Straße: Der Trainer verabschiedet sich Richtung Heimat. Ab Dienstag weilt van Gaal in seinem Appartement in Noordwijk, erst kommende Woche Mittwoch kehrt er nach München zurück. Eine Woche lang übernehmen seine Co-Trainer beim FC Bayern das Kommando. Die Ersatzspieler Ottl, Lell & Co. können sich also nicht beim Chef persönlich empfehlen – denn van Gaal kümmert sich in Holland um wichtige private Angelegenheiten.

14 Fakten zu Louis van Gaal

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Die tz erfuhr: Der Trainer schreibt schon länger an einem Buch. Die ­kommenden Tage will van Gaal nutzen, um es zu ­vollenden. Mit Co-Autor Robert Heukels, ehemaliger Sportredakteur und heute Chefreporter bei der Frauenzeitschrift Margriet, verpasst er dem Werk den letzten Schliff. Das Buch des Bayern-Trainers ist in drei Themenbereiche gegliedert: Biografie, Philosophie und Trainingslehre. Van Gaal gibt persönliche Einblicke, beschreibt Stationen seiner Laufbahn. Um die Bebilderung kümmerte sich auch van Gaals Frau Truus persönlich – sie besorgte bei holländischen Zeitungen Fotos ihres Mannes.

Und auch von seinem Co-Trainer erhält der 58-Jährige Unterstützung: Andries Jonker schreibt über die Philosophie des Trainers. Für 49,95 Euro kann man van Gaals Buch im Internet bereits vorbestellen. Dabei wird das Werk im edlen Einband in zwei Teilen vorgestellt: Biografie und Visionen.

Zweimal Note 1! Bilder & Einzelkritik vom Bayern-Triumph

Durch einen Treffer von Mario Gomez und zwei von Neuzugang Arjen Robben hat der FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg mit 3:0 seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Hier sehen Sie die Bilder. © Getty
Vier Bayern-Stars standen vor Anpfiff besonders im Blickpunkt. © Getty
Erstens: natürlich Trainer Louis van Gaal, wie immer. © dpa
Zweitens: Neuzugang Arjen Robben, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. © AP
Drittens: Franck Ribéry. Auch er hätte gern von Anfang an gespielt, doch van Gaal hatte die Joker-Rolle für ihn vorgesehen. © dpa
Viertens: Michael Rensing. Ihn hatte Louis van Gaal zu Saisonbeginn eigentlich zur Nummer 1 auserkoren. © AP
Jetzt rotierte er wieder zurück auf die Bank. Louis van Gaal schenkte Routinier Hans-Jörg das Vertrauen. © Getty
Seine Kollegen versuchten vor Anpfiff, Rensing mit Scherzen aufzumuntern. © AP
Doch ob Breno, Braafheid und Ribéry (v.l.) damit wirklich Erfolg hatten? © AP
Deutlich amüsanter: Arjen Robben zeigt Oberschenkel. © AP
Der Kaiser und der Trainer: Franz Beckenbauer unterhält sich mit Louis van Gaal. © AP
Wann geht es endlich los? Louis van Gaal schaut auf die Anzeigetafel. © AP
Besprechungen am Spielfeldrand © dpa
Natürlich immer dabei: die Kameras. © dpa
Arjen Robben kickt sich warm, bevor er auf der Bank Platz nimmt. © dpa
Was für eine Kulisse! © Getty
Die Arena war natürlich ausverkauft. © Getty
Noch schnell ein paar Autogramme von Franck Ribéry. © Getty
Und los geht es! Mario Gomez am Ball. © Getty
Hans-Jörg Butt hatte das ganze Spiel einiges zu tun, seine Vorderleute standen nicht immer sicher. © Getty
Aber er wusste sich lautstark zu helfen. © Getty
Philipp Lahm versucht, Christian Gentner vom Ball zu trennen. © Getty
Die prominente Bayern-Bank: Arjen Robben, Andreas Ottl und Miroslav Klose. © Getty
Und hier die Reserve in voller Pracht: Arjen Robben, Andreas Ottl, Miroslav Klose, Edson Braafheid, Breno, Franck Ribéry und Michael Rensing. Von zwei davon werden wir später noch einiges zu sehen bekommen. © Getty
Zunächst aber ist er hier gefragt: Mario Gomez! Der Nationalstürmer erzielt das 1:0 für die Bayern. © Getty
Und das kam so: Hamit Altintop zieht aus der zweiten Reihe ab, Wolfsburg-Keeper Benaglio lässt prallen. © AP
Gomez staubt ab. © dpa
Der Torschütze jubelt. © dpa
Die Spieler jubeln. © Getty
Die Fans jubeln. © Getty
Und Butt jubelt. © Getty
Danach war wieder kämpfen angesagt: Anatoli Timoschtschuk gegen Wolfsburgs Zauberfuß Misimovic. © dpa
Wieder das Duell. © dpa
Auch Hamit Altintop (l.) kann grätschen. Thomas Müller (r.) war übrigens im 4-3-3 als rechter Außenstürmer aufgeboten. © dpa
Immer wieder ... © dpa
... Timoschtschuk! © dpa
Nun wollen wir Sie aber nicht länger mit Zweikämpfen und Kopfballduellen quälen. Kommen wir zum Schmankerl des Samstag: der zweiten Halbzeit. © dpa
Gestatten, Hauptdarsteller Nummer 1: Arjen Robben! © AP
Der neue Oranje-Star wurde zur Halbzeit eingewechselt. © AP
Gestatten, Hauptdarsteller Nummer 2: Franck Ribéry. Rib & Rob, Ribéry und Robben, sollten die neue Bayern-Flügelzange bilden. Haute hin. Und wie! © AP
Wie es kam, dass die Bayern so ausgelassen jubelten? Nun, fragen Sie das mal Robben & Ribéry. Auf deren Konto gingen sowohl das 2:0, als auch das 3:0. Vorarbeit Ribéry, Tor Robben. © dpa
So fiel das 2:0 in der 68. Minute: Der eingewechselte Ribéry passt zum eingewechselten Robben, dessen abgefälschter Schuss landet im Wolfsburger Netz. © AP
So fiel das 3:0 in der 80. Minute. Konter über Franck Ribéry, er passt quer zu Robben. Der tänzelt auf der Stelle die ganze Wolfsburger Defensive aus - und trifft. © Getty
Sind Sie bereit? © dpa
Für die großen, bayerisch-holländisch-französischen Jubel-Festspiele? © Getty
Bitte schön! © Getty
Klicken Sie sich durch reihenweise Jubel-Bilder zum Genießen! © Getty
Da lacht das Herz eines jeden Bayern-Fans. © dpa
Oh, wie ist da schön! © AP
Oh, wie ist da schön! © dpa
Oh, wie ist das schön! © dpa
So was hat man lange nicht gesehn! © AP
So schön! © dpa
So schön! © dpa
Da geht sogar ein sonst eher reserviert wirkender Mann wie Louis van Gaal aus sich heraus. © dpa
Merken Sie sich diese beiden Namen: Franck Ribéry und Arjen Robben. © dpa
Nun gut, Sie kennen diese Namen ja schon! © dpa
Wir meinten das auch eher bildlich! Denn die beiden werden den Bayern-Fans noch viel, viel Freude bereiten. © dpa
Viele meinten ja, Louis van Gaal hätte sich lieber einen Defensivmann wünschen sollen. Oder einen Torwart. © dpa
Doch was das erste Spiel betrifft, haben die Bayern-Verantwortlichen alles richtig gemacht. © dpa
Vorne drei Tore geschossen, hinten keines kassiert: ein perfekter Nachmittag. © dpa
An Arjen Robben werden die Fans noch viel Freude haben. © dpa
Zwei Tore hat er geschossen! Ja, ja, Arjen, wir haben auch mitgezählt. © Getty
Eine Augenweide: Robben am Ball. © Getty
Ein klein wenig mäkeln müssen wir aber doch noch. © Getty
Oder auch loben. Denn Hans-Jörg Butt hatte mehr zu tun, als ihm lieb war - und zahlte Louis van Gaal das in ihn gesetzte Vertrauen mehr als zurück. © AP
Mal rettete Butt glänzend, mal stand der Pfosten im Weg, mal klärte Lahm auf der Linie: Die Bayern hätten sich nicht über ein oder zwei Gegentreffer beschweren können. © dpa
Aber wen kümmern schon Gegentreffer bei DIESER OFFENSIVE! © dpa
Auch Mario Gomez lobte Abpfiff Neuzugang Robben (Mitte) und sagte: "Ich hätte gerne noch mehr Kraft gehabt, dann hätte ich vielleicht noch 1-2 Tore mehr geschossen. Am Ende war es schon sehr geil. " © Getty
Doch nach 90 Minuten war das Spiel vorbei. © Getty
Daumen hoch von Franck Ribéry © Getty
Der neue Bayern-Held Robben stellte sich nach dem Spiel bei der Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter. © Getty
Er zeigte sich bester Laune. © Getty
Unter anderem sagte Robben nach dem Spiel: "Ich hätte mir keinen besseren Start wünschen können." © Getty
Danke, Bayern, für ein tolles Fußballspiel! © Getty
Butt: Seine Fehler beim Audi Cup kosteten ihn den Platz im Tor, nach Rensings Fehler in Mainz bekam der Oldie nun wieder das Vertrauen. Und Butt rechtfertigte es mit starken Paraden gegen Grafite und Dzeko. Weiter so! Note: 2 © sampics
Lahm: Durchaus passabel. Blieb allerdings weiter den Beweis schuldig, dass er auf rechts wertvoller ist als auf links. Note: 3 © sampics
van Buyten: Nach dem Katastrophen-Auftritt in Mainz zeigte der Belgier gegen Wolfsburg eine top-konzentrierte Leistung. Grafite wird schlecht vom Belgier geträumt haben. Note: 2 © AP
Badstuber: Einmal überspielt, ansonsten hellwach gegen Dzeko. Reife Leistung! Note: 2 © Getty
Pranjic: Solide Partie als Linksverteidiger, hatte wenig Mühe mit Gegenspieler Dejagah. Nach der Pause mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt. Note: 3 © dpa
ab 57.: Braafheid: Ordentlich. Hatte allerdings auch Glück, dass der Wolfsburger Konter nach seinem Stellungsfehler nicht zum 1:1 führte. Note: 3 © Getty
Altintop: Nervöser Beginn, ein verunglückter Kopfball geriet zur Vorlage für Grafite. Nach 20 Minuten fing sich der Türke - und bereitete mit seinem Gewaltschuss aus dem Hinterhalt prompt das 1:0 vor. Note: 3 © Getty
ab 46.: Robben: Er kam, dribbelte und traf gleich doppelt. Reiner Raketenstart, würde Dittsche urteilen. Note: 1 © sampics
Timoschtschuk: Von wegen Blondine! Der Mann aus St. Petersburg kam richtig auf Touren. Giftig in den Zweikämpfen, mit Übersicht bei seinen weiten Schlägen. Der Anfang ist gemacht. Note: 3 © dpa
Schweinsteiger: Präsenz & Power. So wie in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg wollen die Fans ihren Schweini sehen. Pech beim Lattenkopfball. Note: 2 © AP
Müller (l.): Eine Belebung - wie schon in Mainz. Allein, wie der Youngster im ersten Durchgang den Ex-Löwen Marcel Schäfer verlud, war schon das halbe Eintrittsgeld wert. Note: 3 © dpa
Gomez: Sehr bemüht, aber ohne Effizienz - vom Abstaubertor zum 1:0 mal abgesehen. Note: 3 © sampics
Olic: Unermüdlich auf links, lief sich mal wieder die Hacken wund. Was heißt Duracell-Hase eigentlich auf Kroatisch? Note: 3 © AP
ab 63.: Ribéry: Die Fans feierten den Franzosen schon vor dessen Einwechslung, und er bedankte sich mit seiner Traumvorlage für Robben. Jetzt muss nur noch die Transferfenster schließen... Note: 1 © sampics

Nachdem sich die Lage in der Bundesliga für van Gaal entspannt hat, eilt die Zeit nun auf dem Buchmarkt: Anfang September soll die Lektüre erscheinen. Aber nicht nur deswegen reist van Gaal Richtung Holland. Der Bayern-Trainer ist auch für wohltätige Zwecke unterwegs. In den kommenden acht Tagen kümmert er sich um sein Hilfsprojekt Spieren (dt.: Muskeln) voor Spieren. Bei dem von van Gaal gegründeten Projekt sammeln Sportler Geld für muskelkranke Menschen, speziell Kindern soll geholfen werden. Rund eine Million Euro kommt so jedes Jahr zusammen – auch dank van Gaals großem Einsatz.

Autoren-Tätigkeit, Hilfsprojekte – was sagen die Bayern dazu, dass van Gaal ab sofort in München fehlt? „Wir sind schon länger über diese Reise informiert“, zeigt Christian Nerlinger gegenüber der tz Verständnis: „Das geht für den Verein voll in Ordnung.“

ta

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