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Rassismus-Vorfall gegen Bayern-Youngster Tel – Berater und Verein setzen Statement

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Wurde von Rassisten in den sozialen Medien angegriffen: Mathys Tel nach dem Supercup-Spiel gegen Leipzig.
Wurde von Rassisten in den sozialen Medien angegriffen: Mathys Tel nach dem Supercup-Spiel gegen Leipzig. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Nach dem verlorenen Supercup-Spiel des FC Bayern wird Mathys Tel offenbar Opfer rassistischer Attacken. Sein Berater kündigt Konsequenzen an.

München – Beim Supercup-Spiel gegen RB Leipzig durfte Mathys Tel von Beginn an im Sturmzentrum auflaufen und gefiel dabei durchaus mit großem Einsatz, einzig die Tore fehlten. Das reichte einigen Personen anscheinend als Grund, um den Youngster mit ihrem rassistischen Gedankengut zu überziehen. Tels Berater machte mit einem Statement auf Instagram darauf aufmerksam und sprach von einer „Plage“, die bekämpft werden müsse. Auch der FC Bayern zeigt klare Kante.

Mathys Tel
Geboren am:27. April 2005 (18 Jahre) in Sarcelles, Frankreich
Position:Mittelstürmer
Marktwert:20 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Solidaritätbekundungen zeugen von Hassnachrichten gegen Tel

Schon kurz nach dem Abpfiff des Supercups wurde Mathys Tels Kommentarbereich auf dessen Instagram-Kanal mit rassistischen Nachrichten geflutet. Dies belegen Screenshots, die auf X (vormals Twitter) gepostet wurden. Teil der widerlichen Kommentare waren Aufforderungen, den Verein zu verlassen, gepaart mit dem N-Wort und Affen-Emojis.

Sucht man jetzt nach diesen Kommentaren, sind sie kaum mehr zu finden. Einerseits wurde die Kommentarfunktion auf Tels aktuellsten Beitrag deaktiviert, andererseits wurden wohl viele Kommentare gelöscht. An deren Stelle sind Solidaritätsbekundungen getreten, die das Ausmaß der Beleidigungen deutlich machen. Eine Userin entschuldigt sich für „all die hasserfüllten Kommentare“, ein weiterer aktueller Kommentar eines Users bekundet seine Unterstützung: „Mathys, wir stehen hinter dir und lieben dich! Wir wissen es unglaublich zu schätzen, wie sehr du dich mit dem Verein identifizierst, und wir werden alle unser Bestes tun, damit du dich hier wohlfühlst!“

„Rot gegen Rassismus“ – Ein Statement, dass die Bayern nicht erst seit heute vertreten. Angekommen scheint das noch nicht bei allen zu sein.
„Rot gegen Rassismus“ – Ein Statement, dass die Bayern nicht erst seit heute vertreten. Angekommen scheint das noch nicht bei allen zu sein. © IMAGO/ULMER

Tel-Berater mit eindeutigen Worten gegen Rassismus

Tel weiß wohl einen Großteil der Bayern-Fans hinter sich und auch sein engeres Umfeld zeigt sich solidarisch. Sein Berater Gadiri Camara veröffentlichte in seiner Instagram-Story ein entsprechendes Statement. Camara schreibt, er „verurteile die rassistischen Angriffe auf die schwarze Gemeinschaft im Allgemeinen und auf die Person von Mathys Tel im Besonderen aufs Schärfste. Diese schockierenden Äußerungen spiegeln nur den Hass und die Ignoranz gegenüber dem Zusammenleben wider, die wir mit aller Entschiedenheit verurteilen müssen.“

Darüber hinaus machte Camara klar, dem rassistischen Treiben nicht kampflos zuzuschauen. „Wir werden dafür sorgen, dass die Integrität und die Ehre von Mathys respektiert werden. Diese Plage muss mit aller Kraft bekämpft werden.“

FC Bayern zeigt Rassisten die Schulter

Am frühen Abend dann folgte auch die Reaktion des FC Bayern. Über die Kanäle auf den sozialen Medien verbreitete der Verein ein Statement. „Wir verurteilen die menschenverachtenden Kommentare, denen Mathys Tel auf Social Media ausgesetzt wurde, aufs Schärfste“, stellen die Münchner klar ihre Haltung zu der Sache dar.

Eigentlich sollte es mit der Kampagne „Rot gegen Rassismus“ inzwischen weit genug vorgedrungen sein, dass die Bayern keine Rassisten unter ihren Anhängern dulden. Für diejenigen, die dies immer noch nicht mitbekommen haben, schreibt der Verein in seinem Statement weiter: „Wer solche widerlich rassistischen Dinge schreibt, ist kein Fan des FC Bayern. Mathys, wir stehen hinter dir und du hast unsere volle Unterstützung!“ (sch)

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