Neues Nachwuchsleistungszentrum

Gemeinde segnet Pläne des FC Bayern ab

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Jürgen Muth, Geschäftsführer der "Allianz-Arena München Stadion GmbH", freut sich über die Genehmigung.

Oberschleißheim - Die Gemeinde heißt den FC Bayern willkommen. Einstimmig segneten die Gemeinderäte den Plan des Clubs für ein Nachwuchsleistungszentrum ab. Das zwischen München und der Gemeinde gelegene Areal reicht annähernd zur Hälfte auf Oberschleißheimer Flur.

Um so dankbarer zeigte sich die Delegation, die der FC Bayern zur Gemeinderatssitzung nach Oberschleißheim entsandt hatte. Jürgen Muth, Geschäftsführer der „Allianz-Arena München Stadion GmbH“, und Clubsekretär Benjamin Folkmann betonten mit Nachdruck, wie erleichtert der FC Bayern auf die Nachricht reagiert habe, dass die Gemeinde nicht auf ihrer Planungshoheit besteht. Fragen der Genehmigung waren stattdessen an die ebenfalls zuständige Landeshauptstadt delegiert worden.

Der Inhalt der „hochinteressanten Bauaufgabe“, für die der FC Bayern vor rund acht Jahren das 30 Hektar große Gelände im Norden der Fürst-Wrede-Kaserne erworben hat, ist weitestgehend bekannt: acht unterschiedlich große Sportplätze mit Kunst- oder Naturrasen. Dazu Akademie, Vereinsheim zuzüglich Übernachtungsmöglichkeiten für Nachwuchssportler und Betreuer. Fanshop, Reha-Bereich und Kantine. Neu ist, dass der Club offenkundig mit dem Gedanken spielt, den Nachwuchscampus um eine Dreifach-Turnhalle zu ergänzen. Wie Stadion-Boss Muth den Gemeinderäten mitteilte, sind die Pläne für die zunächst vorgesehene Halbfeldhalle aus diesem Grund zurückgestellt. Die stattdessen angedachte Dreifach-Turnhalle käme auch anderen Amateurabteilungen zugute: Fußball, Handball oder Tischtennis – sie alle könnten profitieren, sagte Muth. Die ursprünglichen Pläne des Frankfurter Architektenbüros „Albert Speer & Partner“ aus dem Jahr 2007 hatten vier Sporthallen sowie Anlagen für Mountainbike und Bogenschießen eingeschlossen.

Abgesehen von der Dreifach-Turnhalle konzentriert sich das sportliche Angebot zwischenzeitlich ausschließlich auf den Nachwuchsbereich des Fußballs. Der Club will seinen U-Teams endlich eine Heimat schaffen. Die Zeit der Diaspora in Heimstetten, Aschheim oder Vaterstetten soll der Vergangenheit angehören. Profi-Abteilung, Frauenmannschaft und Geschäftsstelle werden aber weiterhin an der Säbener Straße in München bleiben.

Für eine gute Nachwuchsarbeit fehle dem Club jedoch der Platz: „Die Säbener Straße ist dafür zu klein“, sagte Muth. Er geht davon aus, im September eine erste Teilgenehmigung in Händen zu halten. „Ende September fließt der Beton.“ Reste der Bundeswehr, Hallen und Kasernengebäude auf dem nördlichen Teil des Fürst-Wrede-Areals, sind bereits entfernt. Von der das Gelände unmittelbar angrenzenden Ingolstädter Straße führt eine Zufahrt zentral auf den Campus. Eine Bushaltestelle ist angelegt.

Der Nordteil des Areals geht in ein FFH-Schutzgebiet über. Muth sprach von einem „hochwertigen Naturschutzgebiet“, das der Club zu pflegen sich verpflichtet habe. Im Sinne der Naherholung sollen Rad- und Gehwegverbindungen in die Fröttmaninger Heide erhalten bleiben.

Ein Plan des Nachwuchs-Campus ist einsehbar unter www.oberschleissheim.de.

 

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