Italienische Torwartlegende

Buffon: Erstaunliche Aussagen über Neuer und Ancelotti

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Zwei der besten Torhüter der Welt: Gianluigi Buffon (r.) und Manuel Neuer.

München - Gianluigi Buffon ist einer der ganz Großen des Weltfußballs. Der Torhüter von Juventus Turin kommt mit eigenen Fehlern ganz schlecht klar. Das hat er jetzt im Interview verraten. Für Bayerns Carlo Ancelotti und Manuel Neuer findet er warme Worte.

Gerade erst hat Torwartlegende Gianluigi Buffon wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Der italienische Nationalspieler ist mit 39.681 Minuten der Mann, der in der Klubgeschichte von Juventus Turin am längsten auf dem Platz stand.

Mit 17 Jahren im Tor des FC Parma hat der inzwischen 39-jährige Kultkeeper 1995 seine Profikarriere begonnen, 2001 wechselte er dann zur Alten Dame nach Turin. Mit Juve schickt sich Buffon an, die sechste Meisterschaft in Serie zu gewinnen, außer der Champions League hat Gigi so ziemlich alles gewonnen, was es im Klubfußball zu gewinnen gibt. 2006 wurde er außerdem mit der „Squadra Azzurra“ Weltmeister bei der Endrunde in Deutschland.

Buffon: "Ich beneide Spieler, die öfter patzen"

Mit eigenen Patzern kann „Gigi“ allerdings immer noch nicht umgehen. „Unterläuft mir ein Fehler, stehe ich unter Schock, weil ich es nicht gewohnt bin. Dann brauche ich oft zehn Tage, um meine Balance wiederzufinden“, verrät er im Interview mit dem kicker. Daher beneide er “ganz ehrlich jene Spieler, die häufiger patzen, denn für sie ist ein Fehler ja kein wirkliches Schockerlebnis“.

Sollte sich Buffon in dieser Saison keine oder nur wenige Fehler erlauben, dann wäre für den Routinier endlich auch mal der Triumph der Champions League drin, der Henkelpott mit den großen Ohren fehlt nämlich noch in seiner Titelsammlung. Auf dem Weg ins Finale nach Cardiff könnte auch der FC Bayern ein möglicher Gegner werden, sollten beide Klubs ihre Viertelfinalduelle gegen den FC Barcelona beziehungsweise Real Madrid gewinnen.

Buffon: Ancelotti ist ein gigantisch hervorragender Trainer

Buffon würde Carlo Ancelotti und dem deutschen Rekordmeister aber lieber aus dem Weg gehen. „Besser wir treffen ihn (Ancelotti, Anmerk. d. Red.) und Bayern überhaupt nicht“, lacht der Torhüter und erinnert sich: „Ich habe schon 2003 das Finale gegen sein Milan nach Elfmeterschießen verloren. Das langt. Falls wir uns dennoch erneut im Endspiel sehen, revanchiere ich mich gerne bei Carletto.“

Für den italienischen Coach des FCB bricht Buffon eine Lanze. Jeder Triumph von Carletto macht mich überglücklich. Mich nervt, wenn man ihn stets bloß auf einen außerordentlich sympathischen Typen reduziert. Natürlich ist er das. Aber Carletto hat auch gefühlte 18 Königsklassen, 20 Meisterschaften und tausend andere Trophäen gewonnen. Deshalb ist er nicht nur ein fantastischer Mensch, sondern auch ein gigantisch hervorragender Trainer. Das wird leider zu oft vergessen. Er besitzt das gewisse Etwas mehr verglichen mit anderen Coaches und demonstriert kontinuierlich seine Klasse“, sagt der Keeper.

Verrückt: Bayern fast schon wieder Meister

„Neuer prägt eine Ära“

Ein ähnliches Lob hat Buffon für den Torwart des FC Bayern parat. Manuel Neuer ist für ihn „grandissimo, einfach großartig“. Zudem sei er physisch robust und selbstsicher: „Er verleiht dem Team mit seiner Ausstrahlung Ruhe, ist stark am Ball und pariert auch die unmöglichen Dinger. Neuer prägt eine Ära und ist schon seit Jahren verdient das Maß aller Dinge in der Kategorie ‚Moderner Torwart‘.“

Allerdings hat Buffon auch gewisse Zweifel am Konzept des modernen Torhütertums. „Seit sieben, acht Jahren ist der Keeper häufiger mit den Füßen involviert, von ihm geht oftmals der Spielzug aus. Mich nervt, wenn ein Keeper lediglich nach dem Kriterium bewertet wird, wie gut er mit dem Fuß ist", ärgert sich Buffon. "Das ist der Rolle des Torhüters gegenüber respektlos und wirft eine existierende Logik über den Haufen, die auf ewig gelten wird: Zuallererst muss der Torwart halten - herauskommen, fausten, abfangen. Erst danach kann man dann die Bravour seiner Füße analysieren."

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Video: snacktv

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