BVB denkt bereits ans Pokal-Spiel

Ginter tönt: "Haben keine Angst vor Bayern"

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Selbstbewusst: Weltmeister Matthias Ginter.

Dortmund - Borussia Dortmund hat sich mit einem Sieg auf das Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayern München eingestimmt. Auch in der Liga besteht für den BVB die Möglichkeit zum Einzug in die Europa League.

Der Auftrag der treuesten Fans war eindeutig und nicht zu überhören. Mit dem Dauerbrenner „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ verabschiedete die Südtribüne die Dortmunder Borussen in Richtung DFB-Pokal-Halbfinale bei Bayern München. Denn noch immer haben die Westfalen ihren Traum vom Pokalsieg und dem Einzug in die Europa League nicht aufgegeben. Und sollten sie in München scheitern, eröffnet sich nach dem 2:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt eine zweite Chance für das Comeback in Europa.

„Die Abstiegsproblematik ist endgültig beendet. Jetzt können wir neu bewerten. Wenn der Punktabstand geringer ist als die verbleibenden Spieltage, ist das eine gute Situation. Wir wollen es versuchen“, sagte Trainer Jürgen Klopp nach dem Studium der Bundesliga-Tabelle.

Noch drei Punkte trennen den BVB nach seiner Aufholjagd mit nunmehr 24 Punkten in der Bundesliga-Rückrunde vor dem Duell mit den Bayern am Dienstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) von einem Europa-League-Platz. Der kürzere, aber auch schwierigere Weg ins internationale Geschäft führt jedoch über den Pokal.

 

„Im Halbfinale ist alles drin“, sagte Sven Bender. „Wir haben keine Angst vor den Bayern“, tönte Weltmeister Matthias Ginter. Sicherlich werde es ein harter Kampf. Aber der BVB habe schon oft bewiesen, mithalten zu können. Klopp sieht in den Bayern eine Mannschaft „in einer unglaublichen Verfassung. Aber wir versuchen es trotzdem. Ich hoffe, dass man uns ansieht, dass wir den Pokal gewinnen wollen.“

Die Euphorie und neue Chance auf den Einzug in die Europa League scheint die Profis zu beflügeln. „Jetzt spielen wir gegen die beste Mannschaft der Welt. Aber gegen die Bayern war es immer eng, da entscheiden Kleinigkeiten“, sagte Kapitän Mats Hummels und forderte von seinen Teamkollegen einen Kampf „voller Leidenschaft, denn sonst wird das nichts“.

Seine Mannschaft habe die richtige Richtung eingeschlagen. Sie komme mit Schwung nach München, ergänzte Shinji Kagawa, Torschütze zum 2:0 (32.) gegen die zuvor punktgleiche Eintracht. Pierre-Emerick Aubameyang (24.) hatte den Borussen mit seinem 14. Saisontor den Weg gewiesen.

Trotz aller Verletzungssorgen lieferte die Borussia eine gute Vorstellung ab. Klopp musste kurzfristig auch noch auf Torhüter Roman Weidenfeller (Beckenprellung) sowie Ilkay Gündogan (Rachenentzündung) verzichten. In München, so Klopp, hoffe er auf ihren Einsatz, zudem stehe Sebastian Kehl auf dem Sprung. Glücklicherweise meldete sich zumindest Marco Reus mit einem 21-minütigen Gastspiel zurück.

Gegen die Eintracht hätte sich der BVB mit einem noch höheren Sieg auf die Bayern einstimmen können. Chancen boten sich genügend, nachdem die hessische Abwehrmauer mit viel Geduld geknackt war. Das 1:0 brach das Eis gegen erschreckend offensivschwache Frankfurter, die ihre Europacup-Ziele nach der fünften Auswärtsniederlage in Folge zu verspielen drohen.

Die Gedanken der Borussen kreisten nach dem Abpfiff jedoch schon um den Auftritt in München. „Wir werden dort nicht so hoch attackieren“, verriet Hummels. Und durch den hohen 6:1-Sieg der Bayern am vergangenen Dienstag in der Champions League gegen den FC Porto habe sich an der Ausgangsposition auch nichts verändert.

sid

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