"Auf keinen Fall den Schwanz einziehen“

Kampfansage von Bayern-Verfolger Gladbach

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Max Kruse (M.) & Co. freuen sich auf das Spitzenspiel gegen die Bayern am kommenden Sonnstag.

Hannover - Borussia Mönchengladbach bleibt Tabellenführer Bayern München auf den Fersen. Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den Rekordmeister zeigten die „Fohlen“ eine reife Vorstellung in Hannover.

Der Demonstration der Stärke folgten feurige Worte an den scheinbar übermächtigen Tabellenführer Bayern München. „Das wird eine Riesenaufgabe, aber wir werden auf keinen Fall den Schwanz einziehen“, sagte Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl mit Blick auf das Duell mit dem Rekordmeister am kommenden Sonntag.

Die Gladbacher hatten sich zuvor beim 3:0 (1:0)-Sieg bei Hannover 96 wie ein Spitzenteam präsentiert. Nach dem 13. Pflichtspiel ohne Niederlage geriet Eberl so richtig in Angriffslaune. „Wenn sie bei uns gewinnen wollen, müssen sie auf jeden Fall alles zeigen“, sagte der 41-Jährige in Richtung der Münchner.

Damit brachte er Trainer Lucien Favre so richtig in die Bredouille. Denn als Bayern-Jäger will der Schweizer noch lange nicht wahrgenommen werden. „Wir sollten jetzt nicht übertreiben“, sagte Favre und wich allen Nachfragen zum anstehenden Bundesliga-Gipfel aus.

Gladbach mit viel Selbstvertrauen gegen Bayern

Mit blitzschnellem Umschaltspiel, einer von Minute zu Minute wachsenden Brust und vor allem dank brutaler Effizienz hatte sich die Borussia zuvor der schweren Aufgabe in Hannover entledigt. Max Kruse war mit seinem Doppelpack (14., 90.) der gefeierte Mann. Spätestens nach Granit Xhakas 110 Stundenkilometer schnellem Freistoßtreffer in die Torwartecke von Hannovers Nationalkeeper Ron-Robert Zieler (49.) dominierten die Gäste die Partie vor 49.000 Zuschauern fast nach Belieben.

„Das war vor allem offensiv einfach nicht gut genug gegen eine der besten Mannschaften der Liga“, stellte Hannovers Trainer Tayfun Korkut zerknirscht fest. Und auch Zieler konstatierte nach seinem unglücklichen Auftritt: „Gladbach hat es aber auch sehr gut gemacht und schnell umgeschaltet.“

Dementsprechend gelöst war die Stimmung bei den „Fohlen“ nach dem vierten Saisonsieg. „Wir gehen natürlich mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen die Bayern“, sagte Kruse. „Absolut bereit“ für die wartenden Aufgaben sei die Borussia, pflichtete ihm Xhaka bei. Doch beide Leistungsträger machten auch deutlich, dass die Borussia trotz des gelungenen Starts noch kein Saisonziel erreicht hat.

Favre denkt noch nicht an Bayern

„Gefestigt haben wir noch gar nichts“, sagte Kruse: „Es ist oben noch sehr eng und wir müssen jetzt nicht darüber reden, ob wir nächste Saison international spielen oder sogar in der Champions League.“ Damit sprach er Favre aus der Seele.

Denn der 56-Jährige wiederholte gebetsmühlenartig, dass der Fokus einzig und allein auf dem nächsten Spiel liege. Im Duell mit Apollon Limassol am Donnerstag will Favre nach zwei Unentschieden den ersten Sieg in der Europa League einfahren - und erst dann mit aller Macht auf den Bundesliga-Gipfel hinarbeiten.

Anschließend warten bis zum 9. November weitere richtungweisende Aufgaben. Die Gladbacher müssen im DFB-Pokal in Frankfurt ran, in der Liga warten nach dem Spiel gegen Bayern Duelle gegen Hoffenheim und in Dortmund. Doch die Borussia scheint bestens gerüstet für die Wochen der Wahrheit.

sid

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