„Ich weiss, dass ich damit Euch alle enttäusche“

Goretzka wendet sich an Fans - und wusste selbst nichts von der Wechsel-Verkündung

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Leon Goretzka spielt noch bis Saisonende für Schalke 04, dann schnürt er für den FC Bayern die Fußballschuhe.

Leon Goretzka hat sich nach der Verkündung seines Wechsels zum FC Bayern an die Fans gewandt. Offenbar wusste er aber von der Bekanntgabe am Freitag selbst nichts.

Gelsenkirchen - Nationalspieler Leon Goretzka hat bekundet, dass er die Fans des FC Schalke 04 mit seinem Wechsel zu Bayern München im Sommer verstimmt. „Ich weiss, dass ich damit Euch alle enttäusche und ihr wenig Verständnis dafür aufbringen werdet. Jede Erklärung, die ich jetzt abgeben würde, würde auf wenig Anklang bei Euch stoßen“, teilte der 22-Jährige am Freitag auf seiner Facebook-Seite mit.

Gleichzeitig versprach der Mittelfeldspieler, in seiner verbleibenden Zeit bei den Gelsenkirchenern alles geben zu wollen. „Jeder, der mich nur ein bisschen kennt, der weiss, dass ich mich, wie immer, zerreißen werde. Ich will Schalke 04 wieder in die Champions League zurückführen und möchte am 19. Mai in Berlin den DFB-Pokal gewinnen.“

Goretzka: Schalker Zeit bleibt fest in meinem Kopf und Herzen

Seine Schalker Gesprächspartner wie der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies, Sportvorstand Christian Heidel und Trainer Domenico Tedesco seien sehr traurig und enttäuscht gewesen. „Vor allem daher, weil sie alles gegeben haben und nichts unversucht gelassen haben, mich weiter auf Schalke zu behalten.“

In einem Gespräch am Mittwoch habe ihn insbesondere Tedesco in die absolute Pflicht genommen. Der Coach baue zu hundert Prozent auf ihn. „Ich will und werde das zurückgeben. Denn es ist keine Floskel, wenn ich sage, dass die fünf Jahre auf Schalke fest in meinem Kopf und Herzen bleiben werden.“

Heidel: „Ich habe Goretzka nicht erreicht“

Kurios: Goretzka selbst wusste offenbar nicht, dass Heidel seinen Wechsel am Freitag bei der Pressekonferenz bekanntgeben wollte. „Ich habe auch heute Morgen versucht, Leon vor der Pressekonferenz anzurufen, habe ihn aber nicht erreicht“, so Heidel. Dann habe er Jörg Neubauer, den Berater Goretzkas, angerufen, „nachdem ich mit Rummenigge gesprochen hatte, dass er es Leon weitergeben soll. Leon wusste jetzt gar nicht, dass wir es heute sagen, weil wir ihn nicht erreicht haben.“ Zudem erfuhr die Mannschaft von Schalke mit der PK von Goretzkas Abschied und nicht von Heidel oder dem Bald-Bayern persönlich.

Seine Fans bat er um eines: „Mit meiner Entscheidung müsst ihr nicht einverstanden sein, aber macht es uns als Mannschaft nicht schwer. Denn wir haben Ziele, die wir erreichen wollen. Und da will ich einen entscheidenden Anteil liefern!“

dpa

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