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Bayern-Star Leon Goretzka darf den Bundespräsidenten wählen

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Von: Felix Durach

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Große Ehre für Leon Goretzka: Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München wird auf Vorschlag der bayerischen SPD der nächsten Bundesversammlung angehören.

München - Leon Goretzka zählt spätestens seit seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2018 zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist sowohl beim deutschen Rekordmeister als auch in der Nationalmannschaft absoluter Leistungsträger und in quasi allen Spielen gesetzt. Fußballerisch läuft es also beim Champions-League-Sieger von 2020.

In ungewohnter Rolle wird man den Mittelfeldmotor der Bayern jedoch am 13. Februar im kommenden Jahr beobachten dürfen, wie am Dienstagabend bekannt gegeben wurde. Dann wird der 26-Jährige nämlich einen Tag nach dem Auswärtsspiel der Bayern bei Goretzkas Jugendklub Bochum im Bundestag zu Gast sein, um den Bundespräsidenten für die kommenden fünf Jahre zu wählen.

Bayern-Star Goretzka darf Bundespräsident wählen: Er ist nicht der erste Fußballer mit dieser Ehre

Leon Goretzka vom FC Bayern München beim Training an der Säbener Straße.
Bayern-Mittelfeldmotor Leon Goretzka darf im neuen Jahr an der Wahl zum Bundespräsidenten teilnehmen. © Mladen Lackovic/imago-images

Ein Fußballer im deutschen Parlament? Bei der Wahl zum Bundespräsidenten bei weitem keine Seltenheit. Das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland wird alle fünf Jahre durch die sogenannte Bundesversammlung gewählt. Diese setzt sich zur Hälfte aus aktuellen Mitgliedern des Bundestags und zur Hälfte aus Mitgliedern zusammen, die von den jeweiligen Ländervertretungen berufen werden.

Dabei ist es mittlerweile Tradition, dass die Parteien neben Politikern auch Prominente oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für die Bundesversammlung berufen. So durften bei der letzten Wahl des Bundespräsidenten im Jahr 2017 unter anderem der damalige Bundestrainer Jogi Löw, der damalige DFL-Präsident Reinhard Rauball, sowie die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus an der Wahl teilnehmen.

Ex-Bundestrainer Jogi Löw (l) als Mitglied der Bundesversammlung 2017 neben Drag-Queen Olivia Jones und Kanzlerin Angela Merkel.
Ex-Bundestrainer Jogi Löw (l) als Mitglied der Bundesversammlung 2017 neben Drag-Queen Olivia Jones und Kanzlerin Angela Merkel. © Gregor Fischer/dpa

Goretzka darf Bundespräsidenten wählen: Bayern-Star zwischen Bochum und Bundestag

Für die Wahl im kommenden Jahr hat die bayerische SPD nun Goretzka auf die Liste gesetzt, die am Dienstagabend vom Landtag gebilligt wurde. Der 26-Jährige bekommt damit am 13. Februar die Möglichkeit seine Stimme bei der Wahl zum Bundespräsidenten abzugeben. Goretzka sorgt auch immer wieder durch sein soziales Engagement für Aufsehen. So rief der Mittelfeldspieler unter anderem zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Joshua Kimmich zum Beginn der Corona-Pandemie die Initiative „We kick Corona“ ins Leben. (fd/dpa)

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