Zukunft unklar

Darum sollte Pep Guardiola beim FC Bayern verlängern

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Pep Guardiola gewann mit dem FC Bayern zwei Deutsche Meisterschaften, den DFB-Pokal, wurde Klub-Weltmeister und UEFA-Supercup-Sieger.

München - Die Zukunft von Pep Guardiola ist noch ungeklärt. Doch beim FC Bayern läuft es derzeit wie am Schnürchen. Das sind die Gründe, warum Pep in München verlängern sollte.

Die Zukunft von Bayern-Trainer Pep Guardiola ist weiterhin unklar. Einerseits hat Guardiola, spanischen Gerüchten zufolge, Manchester City bereits eine Zusage für die kommende Saison gegeben. Allerdings hat City-Trainer Manuel Pellegrini im August seinen Vertrag um ein Jahr bis Juni 2017 verlängert. Auf der anderen Seite sollen sich die Münchner, laut italienischen Medienberichten, mündlich mit dem Italiener Carlo Ancelotti einig sein. 

Doch die Bayern, in Person des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und des Sportvorstands Matthias Sammer, werden nicht müde zu betonen, wie gerne sie mit Guardiola weiterarbeiten würden. In der zweiten Jahreshälfte wolle man sich zusammensetzen, man habe also noch ein paar Monate Zeit, erklärte Rummenigge kürzlich wieder. Vor allem die Rahmenbedingungen sprechen für den deutschen Rekordmeister. 

Rummenigge: "Schönes Pfund" liegt auf dem Bayerntisch

"Wir haben ein schönes Pfund auf dem Tisch liegen, das man nicht einfach beiseiteschieben kann: eine erstklassige Mannschaft, einen fantastischen Klub, ein tolles Stadion und eine wunderschöne Stadt", verkündete Karl-Heinz Rummenigge an seinem 60. Geburtstag. 

München ist zweifelsohne eine herrliche Stadt mit hoher Lebensqualität und die Allianz Arena eines der schönsten und modernsten Fußballstadien der Welt. Doch es gibt weitere wichtige Gründe, die Guardiola zum Verbleib beim FC Bayern bewegen sollten.

Erfolgreicher Saisonstart sorgt für Ruhe im Verein

Nach dem brillanten Ligastart mit acht Siegen aus acht Spielen und bereits sieben Punkten Vorsprung sind die Münchner auf dem besten Weg den historisch vierten Meistertitel in Folge einzufahren. Der FC Bayern schwimmt auf einer Erfolgswelle und eilt auch in DFB-Pokal und Champions League von Sieg zu Sieg. Der gelungene Auftakt lässt sogar den Brandherd "Identitätskrise" nach dem Abgang von "Fußballgott" Bastian Schweinsteiger vergessen machen. 

Titel in allen Wettbewerben möglich

Der Grund für den hervorragenden Saisonstart ist der zur Verfügung stehende Spielerkader, der den Katalanen begeistern dürfte. Mit den vorhandenen Aktiven ist es möglich, in jedem Wettbewerb um den Titel mitzuspielen. In Pokal und Bundesliga sind die Bayern der absolute Topfavorit und in der Champions League gehören die Roten mit Real Madrid, dem FC Barcelona und Paris St. Germain zur Crème de la Crème des kontinentalen Vereinsfußballs. In den ersten beiden Spielzeiten unter der Ägide des 44-Jährigen scheiterten die Bayern - wenn auch deutlich - in der europäischen Königsklasse jeweils erst im Halbfinale an den späteren Titelträgern Real Madrid und dem FC Barcelona. Doch Guardiola hat seine Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Komplexe Spielsysteme und taktische Veränderungen verinnerlichen die Stars immer besser. Der FC Bayern scheint in dieser Spielzeit gefestigt wie noch nie seit dem Amtsantritt des zweimaligen Weltklubtrainers.  

Mitspracherecht bei Kadergestaltung: "Thiago oder nix"

Zudem hat der Übungsleiter ein gehöriges Mitspracherecht bei Spielertransfers. Als der ehemalige Weltklassespieler im Sommer 2013 als Bayern-Trainer vorgestellt wurde, antwortete er auf die Frage nach Neuzugängen mit "Thiago oder nix". Und die Bayern erhörten seinen Wünsch und verpflichteten das Barca-Juwel. Ähnlich verhielt es sich mit Wunschspieler Xabi Alonso, der nach der WM und der langwierigen Verletzung von Bastian Schweinsteiger von Real Madrid losgeeist wurde. Zumal Toni Kroos die Bayern Richtung Madrid verlassen hatte. Auch Supertalent Joshua Kimmich, den der Spanier als Zukunftshoffnung und künftigen Nationalspieler sieht, wurde verpflichtet. Douglas Costa hatte er bereits zu seiner Zeit bei Barcelona auf dem Zettel. Und der Brasilianer erweist sich mit bislang zehn Bundesliga-Torvorlagen und einem Treffer als echter Kracher. 

In Absprache mit Guardiola gelang es den Bayern-Verantwortlichen in den letzten Jahren, weitere Top-Transfers wie Bernat, Coman und Götze zu landen. Dadurch gelang es dem amtierenden Deutschen Meister, eine gesunde und ausgewogene Altersstruktur im Spielerkader herzustellen.

FC Bayern ändert medizinische Betreuung

Dem von Perfektionismus geprägten Katalanen waren die Fahrten von verletzten Spielern in die Innenstadt zur Arztpraxis von Dr. Hans-Wilhem Müller-Wohlfahrt ein Dorn im Auge. Der FC Bayern stand auch in diesem Fall zu seinem Trainer und trennte sich von der Vereinsikone. Der Verein installierte Dr. Volker Braun als neuen Vereinsarzt und baute am Trainingsgelände eine komplett neue medizinische Abteilung, inklusive MRT (Magnetresonanz-Tomographie)-Gerät. 

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen stimmen

Um den höchsten sportlichen Ansprüchen ihres Trainers gerecht zu werden, brauchen die Bayern vor allem ein wirtschaftlich gesundes Fundament. Mit einem Umsatz von 528,7 Millionen Euro in der Saison 2013/14 spielten die Münchner erneut im Konzert der ganz Großen mit. Nur Real Madrid und Manchester United erzielten höhere Einnahmen als der FC Bayern. Auch der Gewinn nach Steuern von 16,5 Millionen Euro in jener Saison ist ein neuer Rekordwert für den Verein von der Isar. Insgesamt erzielten die Roten im 22. Jahr in Folge einen Gewinn.

Mit der Kombination aus gesunder Wirtschaftlichkeit und sportlichem Erfolg ist der FC Bayern auf Jahre hinaus als einer der besten Klubs im europäischen Fußball zu sehen. Und damit die passende Adresse für einen zweimaligen Weltklubtrainer. Auch über Juni 2016 hinaus.

Lesen Sie auch: Gründe, warum Pep Guardiola den FC Bayern verlassen wird

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