Zukunft weiter ungeklärt

Pep und FCB: "Was zusammengehört, soll man nicht trennen"

London - Die Zukunft von Trainer Pep Guardiola beschäftigt Bayern München auch am Rande des Champions-League-Spiels beim FC Arsenal.

Als Karl-Heinz Rummenigge jüngst seinen 60. Geburtstag mit Mannschaft, Trainer und Angestellten feierte, sagte der Vorstandschef von Bayern München bei seiner Rede, dass er nur einen Wunsch habe: Dass Pep Guardiola seinen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister verlängert.

Pep Guardiola beim Abschlusstraining des FC Bayern im Londoner Emirates Stadium.

Doch bis jetzt ist dieser Wunsch nicht in Erfüllung gegangen. Schon seit Monaten hält Guardiola die Münchner hin, auch wenn er vor dem Champions-League-Spiel am Dienstagabend beim FC Arsenal behauptete: „Der Verein weiß alles über meine...“ Den Satz brach der 44-Jährige jedoch ab und fügte stattdessen mit finsterer Miene an: „Das ist jetzt kein Thema.“ Von wegen. Die ungeklärte Personalie beschäftigt den Verein weiterhin mehr als ihm lieb ist.

Ein Gespräch zwischen Guardiola und den Verantwortlichen hat es angeblich noch nicht gegeben. Entsprechend wird in alle Richtungen spekuliert. Die einen wollen wissen, dass Guardiola über den Sommer 2016 hinaus in München bleibt. In England hält sich dagegen hartnäckig die Version, dass Guardiola bereits mit Manchester City einig sei.

Sicher ist nur, dass die Bayern noch 2015 eine Entscheidung anstreben. „Vor Jahresende wird ein Gespräch geführt. Danach werden wir Klarheit haben“, sagte Rummenigge vor dem Abflug nach London und zeigte sich einmal mehr zuversichtlich: „Es liegt viel pro Bayern München auf dem Tisch. Wir sind durchaus optimistisch, dass Pep Guardiola am Ende des Tages in München bleibt.“

Es gebe „wahrscheinlich auch andere Bräute, die gut aussehen“, ergänzte der Bayern-Boss: „Aber das interessiert mich auch nicht. Wir haben eine Saison zu spielen, und ich bin wie gesagt optimistisch, dass der Trainer am 1.7. noch Pep Guardiola heißt.“

Die Bayern sind bemüht, das Thema klein zu halten. So behauptete Sport-Vorstand Matthias Sammer zuletzt, „dass alles entspannt ist. Es ist Oktober“. Mehr gebe es dazu „nicht zu sagen“.

Genügend Fürsprecher hat Guardiola allemal. Auch die höchste Instanz im deutschen Fußball, „Kaiser“ Franz Beckenbauer, sprach sich zuletzt bei Sky für eine Fortsetzung der Beziehung aus. „In der Bibel heißt es: Was zusammengehört, soll man nicht trennen. Ich habe ihm gesagt, dass ich froh wäre, wenn er bleibt“, sagte Beckenbauer.

Es passe „einfach zusammen“, fügte er an: „Er ist sehr gesprächig, witzig. Sein Training ist eine Show. Die Spieler könnten auch mit verbundenen Augen den Mitspieler finden.“

Darauf zielt bei Guardiola alles ab, dass die Abläufe passen - dass alles perfekt läuft. Erst in der vergangenen Woche sagte er wieder einmal, dass natürlich im Fußball, und gerade beim FC Bayern, vor allem Titel zählen würden. Aber er sei in erster Linie dann „glücklich, wenn meine Mannschaft gut spielt“.

Gut und erfolgreich, das weiß auch Guardiola nur allzu gut. Seine Zeit beim FC Bayern sei „nicht komplett, wenn ich hier nicht die Champions League gewinne. Ich weiß, wo ich bin“, sagte er: „Aber das ist kein Problem für mich.“

Immerhin eins schloss Guardiola am Montag aus. Knapp 20 Jahre bei einem Verein wie Arsene Wenger bei Arsenal oder Alex Ferguson einst bei Manchester United sei für ihn „unmöglich. Das würde die Leute langweilen.“

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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