Nach Gala gegen Piräus

Pep: Das muss in den K.o.-Runden besser werden

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Sieht noch Steigerungspotenzial bei seinen Roten: Trainer Pep Guardiola fordert künftig noch mehr Ballsicherheit.

München - Pep Guardiola verteilt nach dem 4:0 über Piräus artig Lob an die Bayern-Bosse und seine Spieler. Doch für den Sieg in der Champions League fordert er noch mehr.

Sogar Pep Guardiola gönnte sich einen kurzen Augenblick des Glücks. Nach einer erneuten Machtdemonstration seines FC Bayern umarmte der Spanier erst seine Spieler innig und gab dann wieder einmal eine Liebeserklärung an Philipp Lahm und Co. ab. „Großes Kompliment an die Mannschaft, sie hat eine große Mentalität. Ich mag meine Mannschaft. Aber auch Kompliment an den Verein, an Kalle Rummenigge und Matthias Sammer, die diese wahnsinnigen Spieler holen“, sagte Guardiola nach dem souveränen 4:0 (3:0) der Münchner gegen Olympiakos Piräus freudestrahlend.

Dass er nach dem vorzeitigen Einzug als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League „sehr, sehr zufrieden“ sei, musste er in diesem Moment gar nicht hinzufügen. Doch schnell kam auch wieder der Perfektionist in Guardiola durch. „Wir verlieren viele einfache Bälle, das muss man verbessern“, mahnte der 44-Jährige trotz des abermaligen Fußball-Festes und gab deshalb schon einmal die Devise für die K.o.-Runde aus: „Mehr Mittelfeld, mehr Ballsicherheit.“

Bilder vom Bayern-Training: Vertrauter Besuch für Pep

Auch mit Blick auf den Platzverweis von Holger Badstuber (53.) wegen einer Notbremse sprach Guardiola von einer „großen Lektion für das Achtel- oder Viertelfinale. Solche Aktionen machen den Unterschied. So eine Aktion - und du bist raus“.

Piräus-Coach: "Bestes Team in Europa"

Im Moment sieht aber wenig danach aus, dass die Bayern in der Königsklasse früh scheitern könnten. „Das ist das beste Team in Europa. Deshalb gewinnen sie auch alles“, sagte Piräus-Coach Marco Silva beeindruckt. Douglas Costa (8.), Robert Lewandowski (16.) und Thomas Müller (20.) stellten früh die Weichen, ehe Kingsley Coman (70.) in Unterzahl für den siebten Heimsieg der Münchner in Serie mit mindestens vier Treffern sorgte (Vereinsrekord).

Robert Lewandowski vor Olympiakos-Keeper Roberto.

„Das machen die schon sehr gut, die Burschen. Diese Qualität gab es zu meiner Zeit nicht“, schwärmte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Wie man diese Über-Bayern, die im Februar und März im Achtelfinale als Gruppensieger im entscheidenden Rückspiel Heimrecht haben, stoppen könne, wurde deshalb Torwart Manuel Neuer gefragt. „Das Gute für mich ist, dass ich mir darüber keine Gedanken machen muss“, antwortete er mit einem Lächeln.

Die Konkurrenz macht sich darüber natürlich Gedanken. Doch vor allem in der Liga hat sich zuletzt angesichts der Münchner Dominanz und acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten Dortmund schon Resignation breit gemacht. Einlullen wollen sich die Bayern davon nicht lassen. „Wir können das einschätzen, wir sind hungrig und das muss so bleiben“, wiederholte Sportvorstand Matthias Sammer sein Mantra.

Nur Barca kann aktuell mithalten

Zumal „März bis Mai entscheidend ist“, wie Kapitän Philipp Lahm betonte, „nicht die Gruppenphase. Die Preise werden am Ende verteilt.“ Für Weltmeister Müller liegt vor den Bayern „noch ein harter Weg. Wir wollen das Ding gewinnen, aber es gibt einige Mannschaften, die dieses Ziel haben. Wenn es ins Viertel- oder Halbfinale geht, wird es eng. Aber wir sind gut in der Spur“. Derzeit spielt nur der FC Barcelona (6:1 gegen AS Rom) auf Augenhöhe mit den Rekord-Bayern.

Doch dies war das Letzte, was Sammer am späten Dienstagabend interessierte. Er hoffe vielmehr, dass die muskulär leicht angeschlagenen Arjen Robben und Douglas Costa am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC spielen können, sagte er. „Da geht es weiter“, so Sammer, „wir wollen weiter gewinnen.“

Aber schon jetzt können die Münchner ihren Mitgliedern am Freitag bei der Jahreshauptversammlung eine tolle Bilanz präsentieren - sportlich und natürlich finanziell. Da werden die Bayern wieder Rekordzahlen verkünden. Und sonst? „Wir müssen da nicht irgendwelche Zuckerl verteilen, das ist nicht geplant. Wir wollen da keine Show abziehen“, stellte Rummenigge klar: „Es braucht keiner irgendwelche Überraschungen erwarten. Die sind nicht geplant. Wir werden nichts verkünden.“ Auch keinen weiteren Glücksmoment in Sachen Guardiola.

sid

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