Rückkehr in die Champions League

Guardiola: "Das ist der schönste Wettbewerb"

+
Pep Guardiola kehrt nach einem Jahr Pause wieder in die Champions League zurück

München - Nach eineinhalb Jahren kehrt Pep Guardiola auf die europäische Fußball-Bühne zurück, auf der er zum Trainer mit Weltruhm avancierte.

Als Pep Guardiola von der ersehnten Rückkehr auf die große Bühne Champions League schwärmte, strahlte der spanische Starcoach über das ganze Gesicht. „Dieser Wettbewerb ist der schönste Wettbewerb der Saison. Ich weiß nicht, ob es der wichtigste ist, aber es ist der schönste“, pries der 42-Jährige kurz vor dem Auftaktspiel gegen ZSKA Moskau am Dienstag mit leuchtenden Augen die Königsklasse. Knapp eineinhalb Jahre nach seinem zuvor letzten Auftritt in Europas Eliteliga, in der er als zweimaliger Sieger mit dem FC Barcelona zum Trainer mit Weltruhm avancierte, will er mit dem FC Bayern das große Ziel in Angriff nehmen, das er einst selbst mit Lionel Messi & Co. nicht erreichte: Die erstmalige Titelverteidigung.

„Es ist der schwierigste Wettbewerb. Es gibt zu viele Mannschaften in Europa mit der Idee, am Ende diesen Titel zu gewinnen“, erklärte Guardiola. „Aber es ist ein großer, großer Stolz hier zu sein mit Bayern und diesen Wettbewerb zu spielen. Und ich hoffe, wir spielen einen guten Wettbewerb.“

Die teuersten Transfers der Bundesliga

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund. © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao. © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Nicht einmal 100 Tage ist Guardiola im Amt, da hat er pünktlich zum Start der Königsklasse auch schon die ersten kräftigen Reibereien in der Chefetage miterlebt. Matthias Sammer versuchte einen „Impuls“, einen „kleinen Weckruf“, wie er es selbst nannte, und mäkelte am Auftritt der Mannschaft herum. Dafür gab es eine Rüge von Präsident Uli Hoeneß. Für Guardiola, das betonte dieser jedenfalls, war die Sammer-Kritik kein Problem. „Das ist normal“, erklärte der Spanier. Das sei in Deutschland eben „kulturell“ anders als etwa während seiner Zeit in Barcelona. „Ich muss mich in dieser Situation anpassen“, sagte Guardiola.

Vieles ist neu für Guardiola, der sich am 24. Juni bescheiden als neuer Cheftrainer vorgestellt hatte. Aber dann änderte er doch mehr, als er seinerzeit angekündigt hatte. Dazu muss er sich auf die neue Mannschaft, die neue Sprache oder das neue Umfeld einstellen - genauso wie er es gewollt hatte. Gemütlicher hätte er es in Barcelona haben können, der Langfristvertrag habe „auf dem Tisch“ gelegen, erklärte der 42-Jährige am Montag noch einmal. Aber er habe „eine neue Herausforderung für mein Leben, für mich“ gebraucht. „Ich bin bereit, die Herausforderung anzunehmen.“ Dass er dabei immer wieder Vergleiche zur Triple-Saison unter Jupp Heynckes hinnehmen muss, auch das findet er „ganz normal“.

Mit seinem persönlichen Auftakt ist er zufrieden, er schwärmt von „super, super“ und „intelligenten“ Spielern. „Ich kenne meine Mannschaft jeden Tag besser und ich fühle, wir sind sehr gut zusammen. Ich fühle, sie wollen gute Auftritte machen und sie wollen mir folgen“, berichtete Guardiola. Aus der Vorstandsetage gab es bislang auch nur Lob für ihn. „Er macht das so hervorragend. Und ich kann Ihnen nur sagen, dass es auch persönlich meine Seele berührt, wie er teilweise über Themen spricht, die uns ansprechen“, sagte Sportvorstand Sammer im „ZDF-Morgenmagazin“ am Dienstag.

Bei diesen Bundesliga-Trainern werden deutsche Frauen schwach

Bei diesen Bundesliga-Trainern werden deutsche Frauen schwach

José Mourinho
José Mourinho ist der Traum vieler Frauen. Sein Lächeln, sein Charme und nicht zuletzt seine Ähnlichkeit mit George Clooney machen ihn bei weiblichen Fußballfans auf der ganzen Welt unwiderstehlich. Können die Bundesligatrainer da mithalten? Das Online-Seitensprungportal AshleyMadison.com hat ermittelt, mit welchem Coach die deutschen Frauen ihr Bett teilen würden. Hier die Top Ten: © AFP
Jens Keller
Platz 10: Schalke Trainer Jens Keller (3,2 %). © dpa
Jürgen Klopp
Platz 9: Jürgen Klopp von Borussia Dortmund (5,0 %). © dpa
Robin Dutt
Platz 8: Robin Dutt, Trainer beim SV Werder Bremen (6,4%). © dpa
Lucien Favre
Platz 7: Mönchengladbach-Coach Lucien Favre (7,1%). © picture alliance / dpa
Thorsten Fink
Platz 6: HSV-Trainer Thorsten Fink (8,5%). © dpa
Bruno Labbadia
Platz 5: Bruno Labbadia (9,7%) trainiert den VfB Stuttgart. © dpa
Michael Wiesinger
Platz 4: Michael Wiesinger (10,4%) vom 1. FC Nürnberg. © picture alliance / dpa
Markus Weinzierl
Platz 3: Augsburg-Trainer Markus Weinzierl (12,4%). © dpa
Joachim Löw
Platz 2: Bundestrainer Joachim Löw (13,3%). © dpa
Pep Guardiola
Platz 1: Bayern-Coach Pep Guardiola. © AFP

Dass Perfektionist Guardiola mehr ändert, als er zunächst hatte erwarten lassen, überrascht Karl-Heinz Rummenigge nicht. „Wäre ein anderer Trainer gekommen, hätte der möglicherweise den Stil von Jupp Heynckes übernommen, mit dem Hintergedanken, das funktionierende Gebilde nicht zu verändern. Pep hat einiges erneuert, und genau so einen Trainer brauchen wir nach den großen Erfolgen. Jemanden, der Dinge wieder hinterfragt und auf eine neue Plattform stellt“, erklärte der Vorstandschef in der „Welt am Sonntag“. Dass man dem Coach gleich einen Dreijahresvertrag statt einem Zweijahresvertrag gegeben habe, „sagt viel aus“.

Unter Guardiola, der als Spieler einst im Jahr eins gleich nach dem Landesmeister-Sieg (1992) gegen ZSKA Moskau ausschied, soll der FC Bayern nach der vergangenen Traumsaison stabil zu bleiben. „Wir müssen daran arbeiten, dass wir regelmäßig in der Lage sind, die Champions League zu gewinnen“, betonte Rummenigge - und wünscht sich damit Aussichten, wie sie der Coach mit dem FC Barcelona Jahr für Jahr hatte.

dpa

Auch interessant

Kommentare