Alle zufrieden beim FCB? Unmöglich …

Pep hat die Qual der Wahl: Welchem Star droht die Bank?

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Pep will seine dritte Schale in Folge holen.

München - Pep Guardiola hat nur elf Plätze zu vergeben, einigen Stars droht gleich zu Beginn die Bank. Dass seine Entscheidungen bei den Betroffenen auf wenig Gegenliebe stoßen wird, ist ihm bewusst

Nach und nach trudelten sie in den vergangenen Tagen alle wieder ein. Arjen Robben meldete sich schon am Sonntag im Pokalspiel gegen Nöttingen zurück, ebenso wie Dante. Unter der Woche nahmen auch die zuletzt fehlenden Thiago und Sebastian Rode das Mannschaftstraining wieder auf. Bis auf die Langzeitverletzten des FC Bayern sind alle Profis pünktlich zum Ligaauftakt gegen den HSV am Freitag Abend (20.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) fit – und alle wollen spielen. Doch Pep Guardiola hat nur elf Plätze zu vergeben, einigen Stars droht gleich zu Beginn die Bank. Dass seine Entscheidungen bei den Betroffenen auf wenig Gegenliebe stoßen wird, ist ihm bewusst. Alle Spieler zufrieden zu stellen, hält Guardiola für nicht machbar: „Das ist unmöglich. Wir haben immer fünf, sechs Spieler, die nicht spielen – und die sind nicht zufrieden mit ihrem Trainer.“

Die ersten Härtefälle gibt es also gleich zu Saisonbeginn, dennoch ist Guardiola froh über viele fitte Spieler. „Das ist besser“, erklärte der Coach mit Blick auf die vielen Verletzten in der Vorsaison. Im Pokal saßen Robben und Thomas Müller noch auf der Bank, trifft es heute Mario Götze? Stand jetzt bleibt der Weltmeister beim FC Bayern, wie Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag bestätigte (siehe Video unten).

Doch noch ist das Transferfenster geöffnet, bis zum 31. August könnte der ein oder andere Star noch die Flucht vor dem gnadenlosen Konkurrenzkampf im Kader des Rekordmeisters flüchten. Denn auf Einzelschicksale nimmt Pep keine Rücksicht, das gab er gestern noch einmal deutlich zu verstehen. „Ich entscheide, was das Beste für die Mannschaft ist“, erklärte der 44-Jährige im Hinblick auf die Aufstellung. „Ich trete immer mit den elf Spielern an von denen ich denke, sie sind die besten, um zu gewinnen“, versicherte Pep und betonte: „Ich habe noch nie einen Spieler aufgestellt, weil ich es das Beste für ihn gehalten habe.“

Alles für den FC Bayern also – das klingt nach einem Vorzeige-Angestellten. Dabei hatte sich Guardiola selbst vor zwei Wochen noch anders geäußert. „Ich bin nicht komplett überzeugt, dass ich der Richtige bin für diesen Verein“, hatte er gesagt und damit die Diskussionen um seine Zukunft befeuert. Heute Abend steht aber der Fußball im Vordergrund. Und da trifft der FCB auf einen Verein, in dessen Umfeld die Unruhe noch deutlich größer ist. Dennoch sieht Rummenigge die Hanseaten nicht als Laufkundschaft. „Wenn ich ehrlich bin, spiele ich lieber gegen Mannschaften, die vorher gewonnen haben. Aber wie gesagt, wir werden sie nicht unterschätzen, dazu kenne ich unsere Mannschaft und unseren Trainer zu gut. Wir werden uns durch diese Dinge nicht irritieren lassen“, versprach der Bayern-Boss.

Die Pep-Pressekonferenz vor dem HSV-Spiel zum Nachlesen

sw, mic

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