FC Bayern

Pep-Protokoll: Das sagte Guardiola bei der PK - nicht

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Pep Guardiola ist voll des Lobes für Ancelotti.

München - Auf seiner letzten Pressekonferenz vor einem Liga-Spiel in diesem Jahr wollte sich Pep Guardiola nicht erklären. Die tz zeichnet das Protokoll nach:

Zwölfeinhalb Minuten dauerte die letzte Pressekonferenz von Pep Guardiola – zumindest die letzte vor einem Ligaspiel in diesem Jahr. Natürlich sollte es aber nicht um die Partie gegen Hannover 96 gehen, sondern um eine Reaktion auf die letzten Meldungen: Dass Pep den FC Bayern im Sommer verlässt! Laut verschiedenen Berichten soll der Italiener Carlo Ancelotti bereits als Ersatz parat stehen, angeblich zu einem Jahressalär von 15 Millionen Euro. Viele Spekulationen, viele Interpretationen – und ein Trainer in der Pressekonferenz, der mit allem aufräumen konnte. Doch er tat es nicht. Die tz zeichnet das Protokoll nach:

Pressesprecher Peter Renner versucht es mit einer Einstiegsfrage nach Peps Halbjahresbilanz. Der bezeichnet die Hinrunde als „Wahnsinn“, lobt Konzentration und Fokussierung der Spieler. „Wir konnten nicht besser spielen!“ Es geht kurz um Hannover, die Lage im Kader.

Die Runde ist eröffnet, es geht direkt um den Marca-Bericht. Pep: „Wir haben viele Male gesagt, nach unserem letzten Spiel können wir sprechen. Wir werden sprechen.“

Sie haben also noch nicht gesprochen?

Guardiola: „Ich spreche oft mit Karl-Heinz Rummenigge. Über viele Themen.“

Es wird deutlicher. Ein Kollege fragt, warum er nicht die Gunst der Stunde nutzt, um Aufklärung zu betreiben.

Guardiola: „Wir haben über Monate gesagt, dass wir nach dem Hannover-Spiel sprechen. Mit Bayern, den Medien, mit allen. Das wissen Sie. Es ist nur noch ein Tag! Ich bin auf Hannover fokussiert.“

Weiß der Verein bereits Bescheid, wie die Entscheidung ausgefallen ist?

Guardiola: „Wir sprechen über alles. Karl-Heinz Rummenigge und ich sprechen oft über viele Themen.“ Dann lacht er, sagt ausweichend: „Rummenigge weiß alles!“

Hat der Druck zugenommen nach den Berichten?

Guardiola (schüttelt mit dem Kopf): „Nein. In den letzten zwei Monaten habe ich schon vier Mannschaften trainiert…“

Nun schaut der Trainer in die Runde, wirkt angriffslustig. Er sagt: „Jetzt zum Problem mit dem Arzt! Let’s go!“ Er spielt auf einen Artikel an, wonach er Team-Doc Braun nach einem Streit aus seinem Büro geworfen haben soll (tz berichtete). Pep: „Normalerweise antworte ich nicht auf Falschmeldungen. Ich komme zum Training, ich versuche immer höflich zu sein, habe das nie in meiner Trainerlaufbahn gemacht. Es tut mir leid, kicker: Das ist eine falsche Info.“

Lesen Sie hier: Ancelotti - und wer noch? 7+2 Kandidaten für die Pep-Nachfolge

Diese Antwort war deutlich. Es geht nun kurz um Hannover, dann zurück zur Trainerfrage – und Ancelotti. Pep sagt, ganz allgemein: „Er ist ein super Mensch und natürlich ein super Trainer. Ich habe ein großartiges Verhältnis zu ihm.“

Zum Schluss, eher beiläufig, sagt Pep, dass er direkt am Tag nach dem Hannoverspiel nach Barcelona fliegt.

Wann will er dann das Gespräch suchen?

Diese Frage bleibt offen, auch, weil es nur eine Antwort geben kann: Die Entscheidung ist klar, die längst fertige Pressemeldung wird folgen…

mic, sw

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