Guardiola übernimmt Verantwortung

Pep-PK: "Ich habe sie allein gelassen"

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Übernimmt die Verantwortung für das Debakel gegen Wolfsburg: Pep Guardiola.

München - Nach dem Wolfsburg-Debakel und vor dem Spiel gegen Schalke spricht Pep Guardiola darüber, warum Alonso nur auf dem Motorrad die VfL-Konter stören könnte und warnt vor dem BVB-Schicksal.

Es ist eine besondere Pressekonferenz. Drei Tage nach dem Horror-Auftakt in die Saison gegen Wolfsburg bezieht Pep Guardiola Stellung. Dort, wo er sonst die Bayern-Siege erklärt, spricht er nun über eigene Fehler, über die Beine von Schweinsteiger und über den Segen von Niederlagen.

"Wir haben Dante und Boateng alleine gelassen mit De Bruyne - das war mein Fehler." Für die Niederlage übernimmt Guardiola die Verantwortung. Er spricht von fehlender Angst, nicht von Überheblichkeit. Nach sechs Wochen Pause bräuchten die Spieler "ein bisschen Angst in diesen Aktionen, in den Zweikämpfen, you know." 

Alonso und Schweinsteiger auf Motoräder

Sein Duo in der Schaltzentrale, Schweinsteiger und Alonso, nimmt Guardiola in Schutz. "Sie haben nicht die großen Beine, um die Konter zu kontrollieren. Es hängt von allen elf Spielern ab. Wenn wir den Ball verlieren, müssen alle zusammenarbeiten."

Personell scheint er auf der Sechs nicht reagieren zu wollen: "Es wäre doch einfach für mich als Trainer, wenn ich sagen würde, Schweinsteiger und Alonso sind zu langsam, nehme ich sie einfach raus. Oder dann spielen beide Spieler mit Motorrädern, dann können wir das Spiel und die Konter kontrollieren."

Was Dortmund passiert, kann uns auch passieren

Guardiola macht klar, dass er die Anfälligkeit bei Konter gegen Wolfsburg keinen einzelnen Spieler anlastet, nicht der Abwehr oder dem Mittelfeld. "Der Ball ist immer schneller als der schnellste Spieler der Welt. Wir haben nun in einem Spiel vier Tore bekommen, vorher in 17 Spielen. Also haben wir es 17 Mal gut gemacht."

Und Guardiola warnt: "Was dem BVB mit seinem Trainer Jürgen Klopp, den ich sehr schätze, der einen tollen Kader hat, passiert ist, kann uns auch passieren. Das müssen wir alle hier beim FC Bayern kapieren."

Das federleichte Schweben ist Illusion

Die Dominanz der Bayern, das scheinbar federleichte Schweben durch die Liga - alles Illussion? Guardiola räumt auf. "Dass die Liga gewonnen ist, ist falsch. Dass die zweite Mannschaft von uns Meister werden kann, falsch. Vor Wolfsburg hieß es auch, unsere Spiele im Training sind schwieriger als die Liga-Spiele. Auch das ist falsch."  

Das Wissen um die Verwundbarkeit

Manchmal scheint es Zeichen zu brauchen, wenn die Worte nicht mehr reichen. "Wenn du immer gewinnst, versteht niemand meine Worte. Aber wenn man verliert, heißt es: oh." Guradiola schnippt mit den Fingern. 

Das Wissen, verwundbar zu sein, ist für Guardiola der Weg zurück zur Dominanz und der scheinbaren Unbesiegbarkeit der Bayern: "Wenn wir verstehen, dass wir auch morgen verlieren können, sind wir auf dem richtigen Weg."

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