Guardiola kurz angebunden

Pep warnt vor Piräus: "Das wichtigste Spiel der Saison"

München - Der FC Bayern gegen die Griechen von Piräus – eine klare Sache! So zumindest denken die Leute. Trainer Pep Guardiola tut das nicht.

Pep Guardiola schien überhaupt nicht gut drauf zu sein. Man kann nicht mit Gewissheit sagen, warum, aber der Trainer des FC Bayern war am Montag vor dem Training mit seiner Mannschaft ungewöhnlich kurz angebunden. Dabei ist es wahrscheinlich weniger das Spiel gegen Olympiakos Piräus am Dienstag Abend (20.45 Uhr, bei uns im Live-Ticker), das ihn wurmt. Vielmehr (wenn dies denn der Grund für seine Verschlossenheit war) wird ihn die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ärgern, die dieses Spiel umgibt. Der FC Bayern gegen die Griechen von Piräus – eine klare Sache! So zumindest denken die Leute. Pep nicht.

Pep Guardiola (r.) im Gespräch mit Medhi Benatia.

„Es zeigt, wie gut die Mannschaft ist“, sagte er auf die Einleitung von Markus Hörwick, der wissen wollte, was drei Siege in Folge inklusive eines Auswärtserfolgs bei Arsenal London über den Gegner aussagen. „Nachdem wir in Piräus gewonnen haben, haben die Leute gesagt: es ist einfach, einfach, einfach. Danach haben sie gezeigt, wie gut sie wirklich sind.“ Und trotzdem muss er wieder warnen, wie schon vor dem Hinspiel.

Der Spanier wollte es sogleich überdeutlich machen, worum es am Dienstag Abend geht. „Das ist ein Finale. Das wichtigste Spiel der Saison!“, sagte er im Laufe des Gesprächs mit den Medienvertretern aus Deutschland und Griechenland. Ziemlich große Worte. Aber aus Guardiolas Sicht scheinbar nötig, um wirklich alle Sinne zu schärfen.

Sicher ist: Mit einem Sieg geht der FC Bayern als Tabellenführer in die Verlosung für die K.o.-Runde. Gleichzeitig brauchen die Griechen nur einen Punkt, um die Gruppenphase zu überstehen und damit den großen Favoriten FC Arsenal hinter sich zu lassen. Das ist zur generellen Auswärtsstärke ein gutes Pfund. Pep weiß dies genau.

Was ihn, bei der spekulativen Deutung seines Gemütszustands, zusätzlich stören dürfte, ist die Situation um David Alaba. Der Österreicher musste gegen Schalke mit einer Knöchelverletzung raus. Es soll nichts Schlimmes sein, das Training am Montag aber musste er knicken. Und obwohl der Kader des FCB so viele Alternativen bietet, ist Pep Guardiola nicht vollends beruhigt.

Mit Spaß ins "Finale": Bilder vom Bayern-Training

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„Juan Bernat ist nicht fit, und so haben wir nicht viele Möglichkeiten“, sagt er. Denn was fehlt ist ein Linksfuß, der ähnlich wie die beiden kleinen Dynamiker die Außenbahn im Griff hat. Ein anderer, nach langer Zeit genesener Linksfuß scheint dafür nicht perfekt, bzw. pepfekt: Holger Badstuber. Guardiola sagt: „Er kann diese Position spielen, aber seine Position ist Innenverteidiger.“

Badstuber, nach seinem Kurzeinsatz gegen Stuttgart körperlich „wieder zwei Wochen weiter“, sieht sich „für eine kleine Verschiebung“ auf dem Platz gerüstet, auch wenn er insgesamt nicht viel Spielraum sieht. „Aber der Trainer kann mir auf jeden Fall helfen, falls es eine Verschiebung gibt für mich nach vorne oder hinten – bzw. nach links.“ Es war ein kleiner Lacher, den er damit landete. Denn einen Badstuber nach hinten verschieben, also auf die Torwartposition, das macht nicht mal Pep.

mic

Rubriklistenbild: © AFP

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