Rückkehrer bei der Nationalelf

Gündogan: Schweini und Alonso passen gut zusammen

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Konkurrenten in der Liga, Kollegen beim DFB: Bastian ­Schweinsteiger mit Ilkay Gündogan (r.).

München - Ilkay Gündogan ist zurück bei der Nationalelf. Gegen Australien könnte der Dortmunder mit Bastian Schweinsteiger die Doppel-Sechs geben. Die Diskussion um die Kombination im defensiven Mittelfeld kennt er zur Genüge.

Während Bastian Schweinsteiger ruhigen Schrittes und hochkonzentriert zur Pressekonferenz in der Frankfurter Arena aufbrach, schlug Xabi Alonso lange Bälle oder kombinierte in der Rondo-Runde mit den Daheimgebliebenen. Die Superstars sind derzeit getrennt, Schweini muss Mittwoch mit der DFB-Elf gegen Australien (20.30 Uhr, ZDF) ran, der Spanier ist als Nationalmannschaftsrentner ständiger Gast an der Säbener Straße. Das Diskussions-Duo der letzten Wochen kann sich derweil nicht weiter einspielen.

Das Gerede, ob beide zusammen im Mittelfeld miteinander können, das bleibt aber natürlich. „Ich habe diese Diskussion mitbekommen“, lachte Ilkay Gündogan am Dienstag, als er von der tz auf die sensible Position der Doppelsechs angesprochen wurde. „Eine ähnliche Diskussion gab es bei uns in Dortmund auch, ob ich mit Nuri Sahin zusammenspielen kann oder nicht. Ich glaube, dass wir es sehr gut gezeigt haben, dass wir zusammen spielen können“, so der Mittelfeldmann vom BVB. „Und genauso glaube ich, dass das auch bei Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso der Fall ist. Das sind beide zwei Weltklassespieler. Es gibt keinen Grund, dass zwei Weltklassespieler nicht miteinander spielen können.“

Gündogan: "Man muss die Balance finden"

Eine Meinung pro Alonso und Schweini! Schon Mittwoch Abend könnte sich zeigen, ob auch er, Gündogan, und der bayrische Co-Kapitän die Doppelsechs bilden können. Der Bundestrainer hatte dem Dortmunder bereits den Startelf-Einsatz bescheinigt, bei Schweinsteiger scheint dies noch nicht sicher. Der FCB-Star war genau wie die Sechser Christoph Kramer (Gladbach) und Toni Kroos (Real Madrid) noch am Sonntag im Einsatz, der fünfte im Bunde, Sami Khedira, war zuletzt angeschlagen.

Wer letztlich neben ihm aufläuft, ist Gündogan einigermaßen egal. Einen Ideal­partner gibt es nicht, wie er sagt. „Mittlerweile hat das Spiel so unfassbar viele Facetten, dass es sehr schwierig ist zu sagen, ich will den einen oder anderen Spielertypen neben mir.“ Man müsse sich sowohl beim BVB wie bei der Nationalmannschaft vermehrt auf Gegner einstellen, die sehr defensiv auftreten. Gerade gegen solche Bollwerke kommt es besonders auf die Spieler vor der Abwehr an. Gündogan: „Die Position ist nicht so unwichtig für das ganze Spiel! Natürlich muss man einerseits die Balance finden, dass man nicht zu sehr in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Und zum anderen hat man selbst sehr viele Ballaktionen und muss im Offensivspiel versuchen, etwas zu inszenieren. Wir haben sehr viel Verantwortung!“

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Genau dieser Verantwortung kann er sich wieder zu 100 Prozent stellen nach seinem lange Leiden mit der komplizierten Rückenverletzung. Zugezogen hatte er sich diese vor 19 Monaten im Übrigen ausgerechnet in Kaiserslautern, wo man heute Australien empfängt. Gündogan sagt: „Ich habe keine negativen Gedanken daran, im Gegenteil! Ich freue ich, dass ich zurückkomme. Es fühlt sich ein wenig unvollendet an.“ So könnte es eigentlich auch Bastian Schweinsteiger sehen. Der Bayernstar machte in Kaiserslautern sein allererstes Länderspiel. 2004 ging die Partie mit 0:2 gegen Ungarn verloren.

mic

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