Trennung nach drei Jahren

Gündogan verrät: Darum hat Pep Guardiola den FC Bayern verlassen

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Mittlerweile bei Manchester City vereint: Pep Guardiola (l.) und Ilkay Gündogan.

Ilkay Gündogan befindet sich - mal wieder - kurz vorm Comeback nach einer langen Verletzungspause. In einem Interview hat der Nationalspieler und Manchester-City-Profi verraten, warum sein aktueller Coach Pep Guardiola keine Vertragsverlängerung beim FC Bayern wollte.

Update vom 15. Dezember 2017: Die bisherige Saison läuft für die Skyblues sensationell. Mit elf Punkten Vorsprung sind sie Tabellenführer. Am 18. Spieltag kommt jedoch ein großer Herausforderer: Manchester City gegen Tottenham Hotspurs.

Drei Jahre lang arbeitete Pep Guardiola als Cheftrainer des FC Bayern. Der spanische Coach verlieh der Mannschaft des Rekordmeisters ein variables Spielsystem und führte das Team auf ein neues, extrem hohes Taktikniveau. Doch was er nicht schaffte: den Gewinn der Champions League.

Und so führten viele Fans und Experten die Trennung nach Ablauf seines Vertrages darauf zurück, dass der FC Bayern im Streben nach dem wichtigsten Titel auf Vereinsebene auf einen neuen Mann auf der Trainerbank setzte. Carlo Ancelotti, der den begehrten „Henkelpott mit Ohren“ schon drei Mal gewonnen hat, sollte schaffen, was Pep an der Säbener Straße nicht gelang.

Guardiola wollte Gündogan zum FC Bayern holen

Doch offenbar war der „Misserfolg“ nicht der einzige Grund dafür, dass Guardiola die wohl eher pro forma angebotene Vertragsverlängerung ausschlug und lieber zu Manchester City in die Premier League wechselte. Das hat City-Profi Ilkay Gündogan in einem Interview mit dem Magazin der Zeit verraten.

Der Nationalspieler erzählt, dass Guardiola ihn zwei Spielzeiten lang nach München locken wollte. Gemeinsam mit Thiago hätte er ein Mittelfeldduo der Kategorie Weltklasse wie einst Andres Iniesta und Xavi beim FC Barcelona bilden sollen.

2013, beim Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FCB  sind sich die beiden zum ersten Mal begegnet, Gündogan spielte damals noch für den BVB in der Bundesliga. Ein Klaps von Guardiola habe sein Selbstbewusstsein enorm gesteigert, berichtet der 26-Jährige. Mit dem Katalanen funke er auf einer Wellenlänge: „Pep und ich teilen die Idee vom idealen Fußball - also den Ball besitzen, flach kombinieren, im Mittelfeld mit technisch versierten Spielern den Gegner dominieren“ - doch zur Zusammenarbeit kam es nicht beim FC Bayern, sondern erst in Manchester. Gündogan war Guardiolas erster Transfer für die „Citizens“. In Manchester wohnen die beiden im selben Hochhaus, ihre Wohnunsgtüren sind nur vier Meter voneinander entfernt.

Peps Wunschspieler: Gündogan, de Bruyne und Sane

Gündogan glaubt, was schon Guardiolas Biograf Marti Perarnau schrieb: dass Guardiola den deutschen Rekordmeister nie verlassen hätte, wenn ihm die Bayern-Bosse seine Transferwünsche erfüllt hätten. Der Startrainer habe sich von Karl-Heinz Rummenigge und Co. oft unverstanden gefühlt. Neben Gündogan war Guardiola besonders scharf auf Kevin de Bruyne (damals VfL Wolfsburg) und Leroy Sane (damals Schalke 04 - alle drei spielen heute unter dem Spanier bei ManCity. 

An Guardiola schätzt Gündogan das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Wir werden auf dich warten, Ilkay“, habe der frühere Bayern-Trainer ihm nach seiner Verletzung versichert. Mit Blick auf die Zukunft äußerte sich Gündogan, der nach seiner aktiven Zeit Trainer werden will, zuversichtlich: „An einem Kreuzbandriss ist noch keine Fußballerkarriere gescheitert.“

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