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Van Bommel: Das Ende der Wechselgerüchte

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Bommel Gustavo
Kapitän Mark van Bommel (li.), Neuzugang LuizGustavo. © sampics/dpa

München - Luiz Gustavo ist da - und Trainer Louis van Gaal hält die künftige Position des 23-Jährigen im Bayern-Team offen. Kapitän Mark van Bommel jedenfalls hat keine Angst vor dem Brasilianer.

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Da ist er wieder, dieser Blick. Diese Mischung aus Entschlossenheit und Selbstbewusstsein, sehr ernst, durchdringend. „Warum soll das ein Problem sein?“, fragt Mark van Bommel, als er auf die Verpflichtung von Luiz Gustavo angesprochen wird.

Weil der zehn Jahre jüngere, aggressive, laufstarke Brasilianer seine Position will? Direkte Konkurrenz. Der von den Bossen auserkorene Nachfolger, schon jetzt geholt. „Kein Problem“, sagt van Bommel da nur, „ich freue mich über den Transfer, er ist eine Verstärkung für uns“. Verstärkung, ja. Vielleicht hinten links. Aber geht es nach von Bommel, dann ganz sicher nicht auf seiner Position. „Ich habe keine Angst vor Gustavo“, erklärt der Kapitän der tz mit ernster Stimme. „Ich bin so selbstbewusst, dass ich sage: Ich behalte meinen Platz!“

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Es sei dasselbe wie damals bei der Verpflichtung von Timoschtschuk, meint van Bommel. Der Ukrainer wurde schon damals als besserer, athletischerer Abräumer angepriesen. „Er kann gerne kommen. Für die Auswechselbank“, tönte van Bommel damals – und behielt recht. Aber was passiert im Winter 2011? „Ich habe noch nicht mit Mark gesprochen“, äußerte sich Louis van Gaal, dessen Verhältnis zum Spielführer abgekühlt sein soll, am Sonntagmorgen verhalten. „Ich denke nicht, dass er früher weggeht. Aber das muss ich erst von ihm hören.“

Und zunächst waren die Worte, die der Kapitän kurz nach seinem Trainer am Flughafen sprach, kühl. „Ich kann nicht sagen, dass ich definitiv bleibe. Das Transferfenster ist bis 31. Januar geöffnet. Das gilt für mich, aber auch für alle anderen Spieler“, so van Bommel. Er habe „viele Angebote und schon einigen Klubs abgesagt“, vermeldete der Mittelfeldmotor: „Mein Telefon bleibt in Katar immer an.“ Kokettiert van Bommel? Oder meint er es ernst? Die tz hakte nach.

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„Natürlich sind es unruhige Zeiten, in denen viel passieren kann“, sagt der Holländer – wischt dann aber Wechselgedanken zur Seite. „Mein Berater hat gesagt, dass ich zu 99 Prozent bleibe. Seine Stimme ist meine Stimme“, erklärt van Bommel: „Es wäre doch Quatsch, wenn ich jetzt nach Katar mitfliege und dann noch gehen würde. Wenn ich mitfliege, dann bleibe ich auch.“ Das Ende der Wechselgerüchte.

Tobias Altschäffl

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