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Haaland-Wechsel zum FC Bayern doch noch möglich: Insider plaudert aus dem Nähkästchen

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Von: Alexander Kaindl

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Die Zukunft von Erling Haaland wird weiterhin heiß diskutiert. Ist der FC Bayern München möglicherweise doch noch im Transferpoker dabei?

München - Er ist zweifelsohne einer der spektakulärsten Fußballspieler dieses Planeten: Erling Haaland gilt als kommender Weltstar, hat bei Borussia Dortmund in zweieinhalb Jahren alles kurz und klein geschossen. Die BVB-Bühne wird ihm aber zu klein, ein Transfer im Sommer scheint sicher. Die Frage ist nur: wohin?

Erling Braut Haaland
Geboren: 21. Juli 2000 (Alter: 21 Jahre), Leeds, Vereinigtes Königreich
Mittelstürmer
Borussia Dortmund, Norwegen
Marktwert: 150 Millionen Euro

Erling Haaland: Manchester City ist der große Transfer-Favorit

Ein Wechsel zu Manchester City gilt als wahrscheinlichste Option. Und warum auch nicht? Dort ist das nötige Geld vorhanden, um den Norweger bezahlen zu können. Von 500.000 Pfund pro Woche (rund 600.000 Euro) war jüngst die Rede, das wäre ein Jahresgehalt von 26 Millionen Pfund oder ungefähr 31 Millionen Euro. Hinzu kommen die 75 Millionen Euro Ablösesumme - per Ausstiegsklausel, versteht sich. Würde es die nicht geben, könnte Borussia Dortmund für seinen 21-jährigen Torjäger locker Summen weit über 100 Millionen Euro kassieren.

Weitere Gründe für City? Klar, die Premier League, die Aussicht auf Titel, Pep Guardiola als Trainer und vor allem: die Historie. Denn Haalands Vater Alf-Inge spielte einst für die Skyblues. Am 1. Juli 2000 begann seine Zeit in Manchester, zuvor spielte er für Leeds United. Sohn Erling wurde noch in der Yorkshire-Metropole geboren, am 21. Juli 2000 kam er dort zur Welt. Es waren spannende Wochen für die Haalands.

Erling Haaland und Borussia Dortmund mussten sich zuletzt Manuel Neuer und dem FC Bayern München geschlagen geben.
Erling Haaland und Borussia Dortmund mussten sich zuletzt Manuel Neuer und dem FC Bayern München geschlagen geben. © Lackovic / Imago

Mischt der FC Bayern doch noch im Haaland-Poker mit? Jan Aage Fjörtoft ist sich sicher

Einer, der die Familie sehr gut kennt, ist Jan Aage Fjörtoft. Der Norweger spielte zusammen mit Papa Alf-Inge in der Nationalmannschaft, in der Bundesliga stürmte er einst für Eintracht Frankfurt. Inzwischen ist er als TV-Experte für verschiedenste Sender tätig - und am Sonntag war er zu Gast im Sport1-Doppelpass. Dort plauderte er aus dem Nähkästchen, sagte zum Transfer-Hickhack um Erling Haaland: „Manchester City ist in der Pole Position.“

Doch dann merkten die anderen Gäste und selbstverständlich auch die Zuschauer auf, als er sagte: „Aber ich weiß, dass die Bayern sich immer noch sehr darum bemühen, ihn zu kriegen.“ Fjörtoft gilt auch heute noch als enger Vertrauter von Alf-Inge Haaland. Alles nur Taktik im Wechselpoker? Denn dem Vernehmen nach soll auch Haalands Vater eine dicke Provision bei einem Wechsel kassieren. Es geht um viel Geld. Fjörtoft betonte in diesem Zusammenhang: „Von den Zahlen habe ich keine Ahnung. Aber dass Bayern nicht dabei ist, weil es zu teuer ist, das stimmt nicht.“ Zu den Äußerungen würde passen, dass es vor wenigen Wochen offenbar ein Treffen zwischen Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Haaland gab.

Kahn zu Bayern-Interesse an Erling Haaland: „Finanzielle Dimensionen außerhalb unserer Vorstellung“

Oliver Kahn, Vorstandsboss des FC Bayern München, machte dagegen in der Vorwoche an gleicher Stelle klar, dass die hohen Kosten eben doch eine große Rolle spielen würden. Haaland sei „ein ganz exzellenter Stürmer, auch für die Zukunft ist das hochinteressanter Spieler“. Das Paket aus Ablöse und Gehalt beim 21-jährigen Norweger sei aber „sehr, sehr weit weg von dem, was wir uns vorstellen“, sagte Kahn. „Das sind finanzielle Dimensionen, die sind außerhalb unserer Vorstellung.“

Es bleibt also spannend im Haaland-Poker. Vor allem, weil auch die Zukunft von Bayern-Star Robert Lewandowski alles andere als sicher ist.

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