Rudy, Bernat & Co.

Härtefälle im topbesetzten Bayern-Kader: Hoeneß mit knallharter Ansage

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Uli Hoeneß hat wenig Mitleid mit den Bankdrückern beim FC Bayern.

Jupp Heynckes stehen aktuell fast alle Spieler des topbesetzten Kaders zur Verfügung, der Trainer des FC Bayern hat die Qual der Wahl. Präsident Uli Hoeneß sieht die Situation eher pragmatisch.

Er ist auf dem Platz ein feiner Kicker, und abseits davon ein sehr feiner Kerl: Sebastian ­Rudy. Ausgerechnet unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw blieb dem Nationalspieler gegen Schalke 04 aber nur ein Platz auf der Tribüne. Weil es im Team des FC Bayern vor allem im Mittelfeld ein krasses Überangebot gibt und bis auf Thiago alle Spieler fit waren, strich Trainer Jupp Heynckes kurzerhand Rudys Platz im Kader. Juan Bernat fehlte ebenfalls auf dem Aufstellungsbogen.

„Für diejenigen, die es dann mal erwischt – und eben nicht aus einer Pause heraus –, ist es natürlich hart“, sagte Mats Hummels zu den Münchner Luxusproblemen. „Ich glaube, da muss man die Spieler sofort wieder mit ins Boot holen. Solche Entscheidungen fallen jedem Trainer schwer. Keiner sagt: Geil, heute darf ich mit Juan Bernat einen super Linksverteidiger und Sebastian Rudy einen deutschen Nationalspieler auf der Sechs rausnehmen.“

Sebastian Rudy hat‘s besonders schwer

Pragmatisch sieht Uli Hoeneß diese Situation. „Ich muss Ihnen mal eines sagen: Hören Sie auf, immer die Nadel im Heuhaufen zu suchen! Kümmern Sie sich um die, die spielen und nicht um die, die auf der Tribüne sitzen“, lautete die klare Ansage des FCB-Patrons gegenüber der tz. FC Bayern knallhart!

Bei Rudy ist die Situation besonders brisant. Nach der Saison steht die WM in Russland an. Und während DFB-Konkurrenten wie Julian Weigl in Dortmund oder Bald-Bayer Leon Goretzka (Das sagen Hummels und Müller zum Umgang mit Leon Goretzka) auf Schalke zu den Leistungsträgern gehören, ist Rudy unter Jupp Heynckes nur ein Ergänzungsspieler. Auffällig: Seit der 1:2-Pleite der Münchner in Mönchengladbach im Dezember blieb der Stratege in neun Ligaspielen sechsmal ohne Einsatz – zu wenig für die Ansprüche eines deutschen Nationalspielers, der 2017 noch einen großen Anteil am Gewinn des Confed Cups hatte.

Dass der sympathisch-ruhige 27-Jährige angesichts der wenigen Spielzeit aufmuckt? Nur schwer vorstellbar. Selbst nach seinem Zwangsausflug auf die Tribüne blieb Rudy beim Gang durch die Reporterzone freundlich. „Sorry, ich muss los“, ließ er die tz mit einem Lächeln wissen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist zuversichtlich, dass Rudy bald auf dem Platz auch wieder Grund zum Lachen hat: „Es ist große Konkurrenz da, was Leistungen rauskitzelt. Klar tut es mir leid für jeden, der nicht dabei ist. Dieses Mal hat es Sebastian erwischt. Der Trainer hat es bis jetzt richtig gut gemacht und wird auch in der Zukunft versuchen, dass alle Spielzeiten bekommen. Schauen wir mal, wie das in den nächsten Spielen sein wird.“ Brazzo macht Rudy also Hoffnung.

Die FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen.
Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen. © AFP
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis.
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Natürlich waren auch viele FCB-Fans vor Ort. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Jupp Heynckes und die Fans. © AFP
Noch ein kleines Selfie...
Noch ein kleines Selfie... © AFP
... bevor es endlich zu den Autos geht.
... bevor es endlich zu den Autos geht. © AFP
Der FC Bayern hat seine neuen Dienstwagen für die Saison 2017/18 zur Verfügung gestellt bekommen. Wer fährt welchen? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die richtigen Modelle. In einigen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © AFP
Rafinha.
Rafinha. © dpa
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Arjen Robben.
Arjen Robben. © dpa
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Arturo Vidal.
Arturo Vidal. © dpa
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Corentin Tolisso.
Corentin Tolisso. © dpa
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
David Alaba.
David Alaba. © dpa
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Fabian Benko.
Fabian Benko. © dpa
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic.
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic mit 190 PS. © Audi
Felix Götze.
Felix Götze. © dpa
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184.  © Audi
Franck Ribéry.
Franck Ribéry. © dpa
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Javi Martínez.
Javi Martínez. © dpa
Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic.
Javi Martínez: Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Jerome Boateng.
Jerome Boateng. © dpa
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Joshua Kimmich.
Joshua Kimmich. © dpa
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic.
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic mit 285 PS. © Audi
Juan Bernat.
Juan Bernat. © dpa
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Kingsley Coman.
Kingsley Coman. © dpa
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Manuel Neuer.
Manuel Neuer. © dpa
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Marco Friedl.
Marco Friedl. © dpa
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184 PS. © Audi
Mats Hummels.
Mats Hummels. © dpa
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Niklas Dorsch.
Niklas Dorsch. © dpa
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic.
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic mit 150 PS. © Audi
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Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Bayern München - RSC Anderlecht
Robert Lewandowski. © dpa
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Sebastian Rudy.
Sebastian Rudy. © dpa
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Sven Ulreich.
Sven Ulreich. © dpa
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thiago Alcantara.
Thiago Alcantara. © dpa
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thomas Müller.
Thomas Müller. © dpa
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
FC Schalke 04 - FC Bayern München
James Rodriguez. © dpa
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Tom Starke.
Tom Starke. © dpa
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi

Allerdings: Sollte sich in den nächsten Wochen niemand verletzen, werden künftig regelmäßig drei Spieler aus dem Kader gestrichen. Wäre Arturo Vidal wegen seiner fünften Gelben Karte in Wolfsburg nicht gesperrt, würde es am Samstag bereits drei Härtefälle geben. Nächster Streich-Kandidat könnte ein weiterer Jogi-Kandidat sein: Sandro Wagner. Der Winterzugang aus Hoffenheim musste sich vergangene Woche bereits im DFB-Pokal in Paderborn und auch gegen Schalke mit einem 90-minütigen Bank-Aufenthalt zufrieden geben.

Dienstag in einer Woche wird sich zeigen, welchen Spielern Jupp Heynckes wirklich vertraut. Dann steht nämlich das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Besiktas Istanbul an.

Auch interessant: Video - Jupp Heynckes will keine Bundesliga-Reform

Manuel Bonke, Jonas Austermann


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