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„Irrsinn, hätte ich niemals geholt“: Hamann zerlegt Sabitzer-Transfer

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Von: Hannes Niemeyer

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Die Transfer-Politik des FC Bayern ist absolut nicht unumstritten. TV-Experte Didi Hamann hat es vor allem auf den Sabitzer-Wechsel abgesehen.

München – Die Bundesliga-Saison ist gerade erst vorbei, schon startet das Transfer-Karussell in die heiße Phase. Vielleicht mehr denn je steht dabei der FC Bayern im Fokus. Trotz vermeintlich gutem Kader reichte es wieder nur für das Viertelfinale in der Champions League, im DFB-Pokal war auch frühzeitig Schluss. Klar ist: Im Sommer muss sich einiges tun beim Rekordmeister. Der erste Top-Transfer für die Münchner ist ja auch schon so gut wie fix: Noussair Mazraoui kommt von Ajax Amsterdam an die Isar.

So spektakulär der Mazraoui-Coup auch ist: Er fällt in eine Zeit, in der die Aufmerksamkeit auf den Spitzen-Neuzugang schnell verblasst. Nicht zuletzt, seitdem Superstar Robert Lewandowski klar machte, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Aussagen des Polen und von Hasan Salihamidzic trieben das Lewandowski-Wechsel-Chaos erst kürzlich auf die Spitze. Fest steht: Egal, ob Lewandowski noch ein Jahr bleibt oder nicht, der Sportvorstand hat im Sommer noch einiges zu tun, die Arbeit ist mit dem Mazraoui-Deal längst nicht getan.

Transfer-Politik des FC Bayern in der Kritik: Didi Hamann trauert Youngster Angelo Stiller nach

Allein schon, weil eben etliche Verpflichtungen in der jüngsten Vergangenheit nicht zu überzeugen wussten. Man denke an die üblichen Kandidaten wie Bouna Sarr oder Tanguy Nianzou. Ex-Profi Didi Hamann ist allerdings ein ganz anderer Transfer ein absoluter Dorn im Auge: Der Wechsel von Marcel Sabitzer. Sabitzer kam vor der Saison 2021/2022 aus Leipzig nach München. Unter Nagelsmann hatte er bei RB beeindruckend abgeliefert. Im FCB-Trikot herrschte aber weitesgehend Flaute. Wenn nicht verletzt, saß der 28-Jährige zumeist auf der Bank. Lediglich acht Startelfeinsätze gehen auf sein Konto. Magere Ausbeute, immerhin ließ sich der FC Bayern seine Dienste 15 Millionen Euro kosten.

Bei Sabitzer ranken sich bereits die Gerüchte um einen direkten Weiterverkauf nach nur einer Saison. Und das, obwohl sein Vertrag noch bis 2025 läuft. Das stößt Hamann sauer auf. Allgemein hätte der ehemalige Nationalspieler viel lieber ein anderes, junges Talent auf Sabitzers Position weiterhin beim FCB gesehen: Angelo Stiller. Der jetzt 21-Jährige wechselte vor der Saison 2021/2022 aus der Bayern-Reserve zur TSG Hoffenheim, macht seine Sache dort gut und sammelt beachtlich viel Spielzeit.

Marcel Sabitzer konnte in der ersten Saison beim FC Bayern nicht voll überzeugen. Didi Hamann geht mit dem Transfer hart ins Gericht.
Marcel Sabitzer konnte in der ersten Saison beim FC Bayern nicht voll überzeugen. Didi Hamann geht mit dem Transfer hart ins Gericht. © IMAGO/Laci Perenyi

Hamann zerlegt Sabitzer-Transfer zum FC Bayern: „Ist Irrsinn gewesen“

„Stiller gehen zu lassen und dafür Sabitzer für viel Geld zu holen, ist Irrsinn gewesen“, wütet Hamann deshalb im Interview mit der Augsburger Allgemeinen und holt weiter aus: „Ich hätte Sabitzer niemals geholt“. Jetzt, wo man Sabitzer direkt los werden wolle, würde man „das ausgegebene Geld nie wieder sehen. Stiller spielt in Hoffenheim, als ob nichts dazu gehört“.

Als wäre dieses Fazit nicht schon vernichtend genug, glaubt Hamann außerdem, dass es auf Marcel Sabitzers Position bald weitere Konkurrenz geben wird – und das ausgerechnet vom Ex-Verein des Österreichers. Über ein FCB-Interesse an Konrad Laimer berichtete auch bereits tz.de. „Der FC Bayern ist nicht umsonst an Konrad Laimer dran, der nach meinen Informationen wohl kommen wird“, so Hamann in der Augsburger Allgemeinen.

Ob Sabitzer-Abgang oder Lewandowski-Ersatz: Transfergerüchte gibt es um den FC Bayern aktuell genug. Unter anderem soll Liverpools Sadio Mané oben auf der Interessensliste stehen. (han)

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