Fangruppierungen boykottieren Heimspiele

Hannover 96: Die Stimmung ist schon abgestiegen

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Hannover - Für den FC Bayern könnte es in Hannover ein Heimspiel werden - zumindest von der Lautstärke her. Denn bei 96 boykottieren diverse Fangruppierungen die Heimspiele.

Es sind fast 500 Kilometer Luftlinie, die die Stars des FC Bayern am Freitagnachmittag zurückgelegt haben. Und dennoch könnte es Schweinsteiger & Co. heute in Hannover ein bisschen so vorkommen, als hätten sie ein Heimspiel. Der Grund dafür ist ein andauernder Zwist zwischen den Ultragruppierungen von Hannover 96 und der Klubführung um Martin Kind. Schon seit Saisonbeginn boykottieren diverse Fangruppierungen die Heimspiele der Profis, pilgern dafür lieber zu den Partien der eigenen Amateure oder machen bei Auswärtsspielen wie Ende des Jahres in Bremen auf sich aufmerksam.

Zuletzt wurde der Klub zu 20 000 Euro Geldstrafe verdonnert, weil Anhänger von 96 in der Hansestadt Böller gezündet hatten. Die Fronten zwischen Präsidium und Fankurve hat das freilich nicht gesprengt, das Verhältnis scheint irreparabel zerstört.

In der sportlich gefährlichen Situation ging der Verein nun mit einem offenen Brief in die Offensive. Die Hoffnung: Mit einem emotionalen Appell neue Fans gewinnen, neue Stimmungsmacher. Denn in der HDI-Arena herrscht tote Hose.

Zerrüttetes Verhältnis: Präsident Martin Kind und die 96-Fankurve leben im Dauerstreit.

Bei den Fans des FC Bayern blickt man dem Spiel und den Rahmenbedingungen derweil nüchtern entgegen. Man würde die Entwicklungen in der Hannoveraner Ultra-szene verfolgen, hieß es aus Kreisen der Südkurve. Es gebe aber weder eine engere Verbindung zu den Anhängern dort noch eine ausgewachsene Feindschaft. Allerdings, so ein Insider: „Wenn ein Spiel gegen den FC Bayern ansteht, dann fühlen sich häufig auch die sonst eher gemäßigten Fans angestachelt, ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen.“ 96-Ikone Dieter Schatzschneider widerspricht dem. „So ist das bei uns leider nicht. Obwohl es hilfreich wäre, dass nun alle auf- und hinter der Mannschaft stehen – so wie in Freiburg. Da weiß man, dass man eine Einheit bilden muss, wenn man nicht absteigen möchte.“

mic

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