Watzke positioniert sich

Freundschaft mit Rummenigge? "Braucht niemand!"

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Dortmund - Dass Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und sein Dortmunder Pendant Hans-Joachim Watzke keine Freunde mehr werden, war schon länger klar. Das hat der BVB-Chef jetzt aber noch einmal untermauert.

Die Liste der Scharmützel, die sich Rummenigge und Watzke in den vergangenen Monaten und Jahren geliefert haben, ist lang. Irgendwann mischte sich sogar der ansonsten so ruhige und besonnene Bayern-Präsident Karl Hopfner in den Dauerstreit mit ein, auf die ansonsten üblichen gemeinsamen Mittagessen vor direkten Duellen wurde in der jüngeren Vergangenheit zuletzt verzichtet.

Jetzt hat Hans-Joachim Watzke bestätigt, dass er keinerlei Interesse an einer Freundschaft zu Rummenigge habe - und dass das wohl im umgekehrten Fall genau so sei. "Ich nicht", beantwortete Watzke auf einem PR-Termin der "Bild"-Zeitung die Frage, ob er sich ein freundschaftliches Verhältnis zu Rummenigge vorstellen könne.

Einen respektvollen Umgang mit seinem Kollegen möchte Watzke aber unbedingt weiter pflegen. Ein Handschlag zur Begrüßung beim nächsten Aufeinandertreffen sei auf jeden Fall geplant. "Das ja. Die mitteleuropäischen höflichen Umgangsformen sind ja auch in Dortmund durchaus bekannt. Aber eine Freundschaft oder ein extrem kollegiales Verhältnis werden wir sicherlich nicht mehr haben. Ist aber auch nicht schlimm – braucht eigentlich niemand...", sagte Watzke.

Ob Rummenigge das genau so sieht, oder ob er noch einen drauf setzt und sich sogar noch mehr von Watzke distanzieren will? Zuletzt hatte sich der Vorstandsvorsitzende mehr und mehr als neue "Abteilung Attacke" des Rekordmeisters herauskristallisiert. Diese Position war nach dem Ausscheiden von Uli Hoeneß als Bayern-Präsident zuletzt vakant gewesen. Ob Rummenigge die im Grunde harmlosen Aussagen aus Dortmund zum Anlass nehmen wird, um wieder eine Verbalkeule in den Ruhrpott zu schicken, bleibt abzuwarten.

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