FCB-Arzt gewährt in TV-Show Einblicke

„Pep überschätzt sich“: Müller-Wohlfahrt teilt gegen Guardiola aus

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Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist Mannschaftsarzt des FC Bayern und des DFB-Teams.

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt war am Mittwoch zu Gast in der ZDF-Talk-Sendung von Markus Lanz. Thema war auch das Zerwürfnis mit Pep Guardiola beim FC Bayern.

Am Mittwochabend war Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Mannschaftsarzt des FC Bayern München, zu Gast in der ZDF-Talk-Sendung von Markus Lanz zu Gast. Neben einem Einblick in seine Art der Behandlung seiner Patienten blickte er auch zurück auf das, was sich im April 2015 zugetragen hatte.

Wir erinnern uns: Einen Tag nach der 1:3-Niederlage im Viertelfinale der Champions League beim FC Porto hatte Müller-Wohlfahrt

nach fast vier Jahrzehnten als Mannschaftsarzt des FC Bayern hingeschmissen

. Der Grund dafür war ein Zerwürfnis mit dem damaligen Cheftrainer Pep Guardiola, der ihm lautstark in der Kabine die Schuld an der Niederlage zuschob. So etwas hatte der Arzt noch nicht erlebt. „Damit hatte er ein Tabu gebrochen“, erklärte Müller-Wohlfahrt in der Show. „Nach einer Niederlage spricht man nicht in der Kabine über Schuld. Da sind zu viele Emotionen drin.“ Der Schritt, den FC Bayern zu verlassen, sei unumgänglich gewesen. „Ich musste um meiner Ehre und meinem Namen Willen aufhören. Das konnte ich mir nicht gefallen lassen.“ Zu dieser Zeit verbüßte Uli Hoeneß seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung, er hätte den großen Bruch wohl verhindern können, so Müller-Wohlfahrt.

Müller-Wohlfahrt: „Pep überschätzt sich. Er weiß alles besser“

Auf die Frage nach seinen Top drei der Bayern-Trainer, die er erlebt habe, nannte Müller-Wohlfahrt Dettmar Cramer, Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes. Und Pep Guardiola? „Abgeschlagen“, so der Kommentar des Arztes. Er wolle sich nicht anmaßen über dessen Fähigkeiten als Trainer zu urteilen, „aber des Medizinische wurde von ihm vollkommen vernachlässigt.“ Es ginge ihm nur um die Schmerzfreiheit der Spieler, nicht um die Gesundung.

Grundsätzlich sei Müller-Wohlfahrt vor der Ankunft Guardiolas „ein totaler Fan“ von ihm gewesen, so der Arzt, doch das habe sich innerhalb weniger Tage dessen Schaffens an der Säbener Straße geändert. „Pep überschätzt sich. Er weiß alles besser. Ich war ihm zu groß, ich hatte Rückhalt im Verein, in der Mannschaft. Er kann es nicht leiden, wenn jemand ebenso groß ist wie er.“ Guardiola hätte ihn stutzen und ihm zeigen wollen, dass er das Sagen habe, so Müller-Wohlfahrt.

Auch in seinem Buch „Mit den Händen sehen: Mein Leben und meine Medizin“ findet der 75-Jährige klare Worte über den aktuellen Coach von Manchester City. „Unter Pep Guardiola veränderte sich das Klima beim FC Bayern München, und es wurde mehr und mehr deutlich, dass er mir und meinem Team kein Vertrauen schenkte“, schreibt der Arzt. Erst nach dem persönlichen Bitten der FCB-Bosse ließ er sich zu einer Rückkehr zum Rekordmeisterbewegen.

Darum fehlte Müller-Wohlfahrt beim DFB-Spiel gegen Brasilien

Am Dienstag fehlte Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt beim WM-Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Berlin gegen Brasilien (0:1), vier Tage zuvor war bei der Partie gegen Spanien in Düsseldorf (1:1) noch dabei gewesen. „Das war sehr gründlich überlegt“, so der Arzt. „Ich habe eine Praxis in München, meine Existenz. Ich bin in nächster Zeit sehr viel unterwegs mit Bayern München und dann auch mit der Nationalmannschaft in Russland. Aber ich muss mich ja auch um die Patienten kümmern.“

Video: Hier kanzelt Karl-Heinz Rummenigge Bayern-Arzt Hans-Wilhem Müller-Wohlfahrt ab

Die erneuten Vorwürfen von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gegen Pep Guardiola kommen bei Karl-Heinz Rummenigge nicht gut an.

fw

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