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tz-Kolumnist Magath

"Hart aber Felix": Vorsicht FCB, das mit Pep wird gefährlich

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tz-Kolumnist Felix Magath.

München - Felix Magath nimmt als tz-Kolumnist jeden Bundesliga-Verein vor dem Start der neuen Saison unter die Lupe. Zum Abschluss sind der FC Bayern, der Hamburger SV und Borussia Dortmund dran.

Am Wochen­ende steht noch der ­Pokal auf dem ­Programm, aber dann zählt nur noch eins: die ­Bundesliga. Für die tz hat ­unser Kolumnist Felix ­Magath (62) unter dem ­Motto „Hart aber Felix“ ­alle Mannschaften unter die Lupe genommen – heute das ­große Finale mit dem Dino, dem Rekordmeister und dem Kultklub aus dem Pott. 

FC Bayern München

Der FC Bayern wird Meister. Vermutlich holt er auch den DFB-Pokal und in der Champions League ist sicher das Halbfinale drin. Da könnte man sich kurz fassen. Dennoch lohnt sich ein intensiverer Blick. Alle diskutieren in diesen Tagen über die Hängepartie um Pep Guardiola – daran kommt man auch nicht vorbei. Es deutet sich nicht gerade an, dass er noch über 2016 hinaus Bayerntrainer bleibt – sonst hätte er längst ein Signal an die Verantwortlichen gesendet. Inzwischen nervt ihn das Thema. Verständlich. Er weicht Fragen aus, die Atmosphäre rund um ihn wirkt angespannt. Diese Situation ist belastend für den ganzen Klub. Sollte in der Trainerfrage nicht schnell ein klärendes Wort fallen, könnte es eine schwierige Saison für die Bayern werden. Dass Erfolg auch mit einem scheidenden Coach möglich ist, hat im übrigen sein Vorgänger Jupp Heynckes bewiesen, der das Triple geholt hat.

Dennoch hängt am Thema Guardiola ein weiterer Aspekt: Bei den Bayern spielen inzwischen fast so viel Spanisch wie Deutsch sprechende Profis. Dadurch entstehen Blöcke innerhalb einer Mannschaft. Wenn es dann noch Animositäten untereinander gibt, kommen Probleme auf. Daher wiegt der Abgang von Bastian Schweinsteiger besonders schwer. Ihn darf man nicht nur an seinen Pässen und Laufwegen messen. Er war eine Persönlichkeit und Integrationsfigur.

Bayerns Neuzugänge begeistern derweil schon viele. Douglas Costa verfügt natürlich über außerordentliche Qualitäten, wie so viele brasilianische Spieler. Aber bei ihnen ist aber immer auch die Stimmung wichtig. So leicht wie in der Ukraine wird es für ihn in der Bundesliga nicht. Arturo Vidal hat angekündigt, dass er sich ändern wolle. Ich weiß gar nicht, ob das so gut ist. Denn seine Klasse hat er nun einmal deshalb, weil er eben ist, wie er ist. Umgekehrt stellt sich dann die Frage, ob die Mitspieler einen solch extrovertierten Spieler akzeptieren.

Alles in allem wird der Kampf um die deutsche Meisterschaft in dieser Saison enger und spannender wird als im Vorjahr. Dennoch ist die Qualität der Bayern-Mannschaft ohne Frage groß genug für den Titel!

Magath-Tipp: Platz 1

Borussia Dortmund

Dortmund hat in den Tests noch nicht überzeugt. Aber man sollte die Vorbereitungszeit nie als Maßstab nehmen. Umgekehrt auch nicht die zweite Halbzeit am Donnerstag gegen Wolfsberg. Von der Qualität der Teams ist das Resultat für mich eine Selbstverständlichkeit. Alles andere wäre beunruhigend gewesen.

Viele Fans hoffen, dass Dortmund wieder zur alten Stärke zurückkehrt. Die Erfolge der Vergangenheit aber lasten auf dem Klub. Thomas Tuchel soll Impulse geben und muss zugleich enorme Erwartungen erfüllen. Auf ihn wartet viel Arbeit. Das Zusammenspiel zwischen Defensive und Offensive hat nicht immer richtig funktioniert. Außerdem war die Effektivität im Abschluss nicht mehr so wie in den Meisterjahren.

Dennoch: Der BVB hat immer noch ein Team, das zu den besten der Liga gehört. Sie sind die Einzigen, die womöglich in die Phalanx der Top-4 der vergangenen Saison einbrechen können. Ich sehe sie aber noch (lange) nicht wieder in der Liga-Spitze.

Magath-Tipp: Platz 5

Hamburger SV

Der HSV tut der Liga gut. Weiterhin gibt es einen Club, der noch nie abgestiegen ist. Ein Dino, ein Novum. Klar war es knapp – in den Duellen mit dem Karlsruher SC vielleicht nicht einmal verdient. Und unter dem Eindruck dieser Relegation fällt es denn auch schwer, unter den HSV-Fans große Hoffnung zu verbreiten. Aber durch den Abgang von Rafael van der Vaart wird der HSV stärker! In der letzten Saison wurde auf ihn fast die ganze Verantwortung und Belastung geladen. Die anderen Spieler haben ihm diese Rolle unbewusst überlassen und konnten sich so zurückziehen.

Bei der Besetzung des Chef-Trainerpostens hatten die HSV-Verantwortlichen davor zu großes Vertrauen in sich selbst. Joe Zinnbauer und Peter Knäbel waren Entscheidungen, die von der Mannschaft nicht mitgetragen wurden. Mit Bruno Labbadia ist dort nun eine Respektsperson. Er belegt, dass die Reputation und Erfahrung – sowohl als Spieler wie Trainer in der Bundesliga – für die Führung einer Mannschaft von enormer Bedeutung sind.

Ob Spahic eine Verstärkung darstellen kann, bleibt abzuwarten. Klar, dass er Leverkusen nach den Geschehnissen der letzten Saison verlassen musste. Nun wagt er einen Neuanfang. Wie der HSV – der die ganz großen Sorgen hinter sich lassen wird.

Magath-Tipp:Platz 11

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