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Brazzo erinnert sich an erstes Mané-Treffen: „Er schälte entspannt eine Mango“

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Von: Antonio José Riether

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Mit dem Transfer von Sadio Mané konnte Hasan Salihamidzic richtig punkten. Der Sportvorstand enthüllte nun die Hintergründe zum Deal des FC Bayern.

München - Für Hasan Salihamidzic waren die vergangenen Monate nicht besonders aufbauend. Zuerst schied der FC Bayern früh im DFB-Pokal raus, dann folgte das Aus im Viertelfinale der Champions League. Die Wechselabsichten von Robert Lewandowski machten die Lage für den Sportvorstand noch schwieriger. Mit dem sicheren Transfer von Premier-League-Star Sadio Mané sammelt er nun ordentlich Pluspunkte. In einem Interview erklärte Brazzo nun, wie es zu dem Deal kam.

Sadio Mané
Geboren: 10. April 1992
Position: Linksaußen, Sturm
Bisherige Profi-Stationen: FC Metz, RB Salzburg, FC Southampton, FC Liverpool
Nationalspieler: Senegal 89 Spiele (31 Tore)

Salihamidzic kam erstmals „im Garten“ auf die Mané-Idee - Gnabry-Berater fädelte Transfer ein

Ohne Serge Gnabry wäre der Mané-Transfer wohl nicht zustande gekommen, enthüllt Salihamidzic gegenüber Bild. Erstmals dachte er bei sich „zu Hause im Garten“ über den Liverpool-Star als potenzielle Verstärkung nach. „Marco Neppe, unserer Technischer Direktor, und ich saßen mit Björn Bezemer und Daniel Delonga zusammen, die mit Ihrer Agentur „ROOF“ Serge Gnabry beraten.“ Zwar ging es dabei um eine mögliche Verlängerung mit dem deutschen Nationalspieler, dann schweiften die anwesenden Herrschaften aber offenbar ab.

Entspannter Sportvorstand: Hasan Salihamidzic nach dem Medizincheck von Sadio Mané am Dienstag.
Entspannter Sportvorstand: Hasan Salihamidzic nach dem Medizincheck von Sadio Mané am Dienstag. © tz/Philipp Kessler

„Dabei fiel erstmals der Name Sadio Mané, der ebenfalls von Björn betreut wird. In dem Gespräch dachte ich mir: ‚Hoppla, da ist was möglich!‘“, erinnert sich der 45-Jährige, der bereits erste Informationen sammelte. „Als ich Björn zur Tür brachte, fragte ich ihn, wie groß die Chance auf Mané wirklich wäre. Als ich hörte, dass Mané alle Verlängerungsversuche von Liverpool ausgeschlagen hatte, war ich sofort Feuer und Flamme.“ Dann ging alles scheinbar sehr schnell, denn „zwei Tage später saßen Julian Nagelsmann, Marco und ich im Flieger nach Liverpool“, so der Ex-Profi.

Sadio Mané empfing die Bayern-Verantwortlichen mit kurzer Hose, Obst - und einem „Servus“

Die Münchner Entourage traf sich also mit dem Senegalesen, der nach einer neuen Herausforderung suchte. „Sadio empfing uns bei sich zu Hause, stand mit kurzer Hose in der Tür und schälte entspannt eine Mango. Mit einem breiten Lächeln begrüßte er uns mit einem ‚Servus!‘“, so Salihamidzic, der außerdem die vorhandenen Deutsch-Kenntnisse des ehemaligen RB-Salzburg-Spielers hervorhob. „Die Atmosphäre war von Anfang an zugewandt und locker. Wir hatten sofort einen Draht zueinander, ich hatte auf Anhieb ein gutes Gefühl“, meinte der Bosnier im Bild-Interview über den ersten Eindruck.

Die erste Begegnung dauerte „ungefähr vier Stunden“, nach etwas Smalltalk hätten sich die Vereinsverantwortlichen mit dem Afrika-Cup-Sieger in eine Couch-Ecke gesetzt. Dort versicherte ihm Salihamidzic, dass er „mit dem Kopf durch die Wand gehen würde, um ihn zu bekommen“. Auch Julian Nagelsmann erläuterte Mané sein „sportliches Spielkonzept“, weshalb dieser wohl merkte, dass seine Art zu Spielen „wie die Faust aufs Auge“ zum FC Bayern passt. Die Mühen der Bayern-Entscheider zahlten sich aus, am Mittwoch wird der Neuzugang offiziell präsentiert. (ajr)

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