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Zoff nach erstem Barça-Angebot: Salihamidzic geht auf Lewandowski-Berater los

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Von: Philipp Kessler

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Bleibt er oder geht er? Robert Lewandowskis Zukunft beim FC Bayern München ist weiterhin unklar. Hasan Salihamidzic findet deutliche Worte für dessen Berater.

München - Nächster Akt im Wechsel-Theater um Robert Lewandowski (33). Der Superstürmer will den FC Bayern im Sommer verlassen. Sein Wunschziel: der FC Barcelona. Die finanziell angeschlagenen Katalanen bieten dem Polen einen Dreijahresvertrag – und haben nun offenbar auch dem deutschen Rekordmeister eine erste schriftliche Offerte vorgelegt. Diese soll bei 32 Millionen Euro Ablöse liegen.

FC Bayern: Erstes Barça-Angebot für Lewandowski soll vorliegen

Darauf am Sonntag im Doppelpass auf Sport1 angesprochen, hielt sich Hasan Salihamidzic (45) bedeckt. „Darüber wollen wir jetzt nicht öffentlich reden, ob es irgendwelche Angebote gibt oder nicht“, sagte der Sportvorstand der Münchner. So oder so – Fakt ist: Die Bayern bleiben weiterhin hart. Ihren Standpunkt vertreten die Verantwortlichen seit Wochen auch in den Medien. „Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023 und den wird er erfüllen“, wiederholte Salihamidzic am Sonntag erneut.

Er hat einen ­Berater, der ihm den Kopf verdreht 

Hasan Salihamidzic

Für den FC Bayern sei das Wichtigste, mit dem „wichtigsten Spieler“ noch ein Jahr Vertrag zu haben. Laut Salihamidzic ein Spieler, „den viele Vereine in Europa gerne hätten“. Ein aussichtsloses Unterfangen für Lewandowski-Interessenten? „Er hat öffentlich gesagt, dass er wechseln möchte. Er hat aber noch ein Jahr Vertrag und deswegen wird es nicht einfach“, betonte Barcelona-Trainer Xavi (42) am Samstag. Neben Barça sollen auch der FC Chelsea und Paris Saint-Germain Interesse am Bayern-Star zeigen.

Können Salihamidzic und die Bayern Lewandowski (re.) über den Sommer hinaus halten?
Können Salihamidzic und die Bayern Lewandowski (re.) über den Sommer hinaus halten? © Imago

FC Bayern: Salihamidzic kritisiert Lewandowski-Berater Zahavi

Im Ringen um Lewandowski hat Salihamidzic den Spieleragenten des zweimaligen FIFA-Weltfußballers, Pini Zahavi (78), kritisiert. „Er hat einen Berater, der ihm den Kopf verdreht, schon das ganze Jahr. Das ist einfach nicht sauber“, so Salihamidzic. Der Bayern-Boss stellte sich auch Berichten entgegen, wonach die Münchner Offerte zur Vertragsverlängerung an Lewandowski nicht konkret genug gewesen sei. „Es ist ganz klar, dass er ein Angebot mit Laufzeit und Summe auf den Weg bekommen hat“, sagte er über Gespräche mit Zahavi. „Was er dann dem Spieler gesagt hat, kann ich nicht sagen.“

Mit dem Israeli waren die Bayern schon vor dem Wechsel von David Alaba (29) im vergangenen Jahr zu Real Madrid aneinandergeraten. Ehrenpräsident Uli Hoeneß (70) bezeichnete Zahavi damals als „geldgierigen Piranha“.

FC Bayern: Salihamidzic bestätigt Verhandlungen mit Ajax-Spieler Gravenberch

Unkomplizierter verlaufen indes die Gespräche über eine Vertragsverlängerung von Torwart Manuel Neuer (36). „Wir sind auf der Zielgeraden“, verriet Salihamidzic. Der Kapitän sei „ein sehr wichtiger Spieler und ein Schlüssel zum Erfolg“. Neuer soll seinen 2023 auslaufenden Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängern. Im Mai hatte Thomas Müller (32) bereits sein bis 2024 gültiges Arbeitspapier unterschrieben. Angesprochen auf seinen eigenen Vertrag, der 2023 ausläuft, sagte Salihamidzic: „Da bin ich entspannt. Das ist die Sache des Aufsichtsrats.“ Er mache sich eher Gedanken um die Mannschaft.

Nach der ablösefreien Verpflichtung von Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui (24) von Ajax Amsterdam bestätigte Salihamidzic auch Verhandlungen mit dessen Teamkollegen und Mittelfeld-Talent Ryan Gravenberch (20/bis 2023). „Da sind wir in guten Gesprächen. Wir wollen die Mannschaft verstärken – punktuell in der Spitze und auch in der Breite.“ Philipp Kessler

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