Lewandowski-Ersatz im Winter?

Salihamidzic: Scouting? „Werden sicherlich einiges verändern“ 

+
Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic will in Sachen Scouting einiges ändern. 

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigt, sich nach einem Ersatz für Robert Lewandowski umzusehen. Und auch in Sachen Scouting soll sich in Zukunft einiges ändern. 

München - Seit der Ankunft von Jupp Heynckes haben die Bayern eine beeindruckende Serie hingelegt. In allen drei Wettbewerben hat der Rekordmeister seine Aufgaben erfolgreich gemeistert. War gerade unter Carlo Ancelotti noch die wackelige Defensive ein Problemfeld, so kassierten die Roten seitdem nur zwei Gegentreffer (im Pokal gegen Leipzig und in der Champions League gegen Celtic). 

Der Mannschaft scheint die gesteigerte Intensität im Training und die neuen Trainingsreize, von denen „Don Jupp“ so gerne spricht, gut zu tun. Doch die veränderte Trainingssteuerung und die Vielzahl an Spielen (sechs Partien in 17 Tagen) fordern auch ihren Tribut. Die Personaldecke beim deutschen Rekordmeister wird immer dünner. Neben Franck Ribéry, Thomas Müller, Manuel Neuer, Juan Bernat reihte sich vor dem Champions-League-Duell gegen Celtic auch noch Tor-Garant Robert Lewandowski in das Bayern-Lazarett ein. Beim zähen 2:1-Sieg im Celtic Park musste Heynckes somit ohne einen gelernten Stürmer auskommen. Dass den Münchnern vorne eine wichtige Anspielstation fehlte, war unschwer zu erkennen. Lewandowski selbst gab nach der Liga-Partie gegen Leipzig zu, dass dem Kader ein Sturm-Backup durchaus gut zu Gesicht stehen würde.  

Ersatz für Lewandowski? „Wir arbeiten daran, einen Spielertypen zu finden“

Müssen die Bayern also in der Winterpause reagieren? Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte gegenüber der Sport Bild, auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz zu sein und in Sachen Scouting einige Veränderungen vorzunehmen. „Ich kann noch nicht vorhersagen, was im Winter passieren wird. Wir arbeiten daran, einen Spielertypen zu finden, der zu diesem Anforderungsprofl passt. Für genau solche Themen stellen wir unser Scouting neu auf.“

Orientieren will man sich dabei an den Granden in Europa. Doch was bedeutet das konkret? „Wir werden sicher einiges verändern, arbeiten mit Video-, Daten und Live-Scouting. Wir wissen, wie bei den großen Klubs gearbeitet wird, ich habe mich umgesehen. Wir werden mehr Live-Scouts einstellen, die die großen fünf Ligen permanent abdecken.“

Bayern siegt in Glasgow: Vier Mal Note 2 - einmal Note 5 

Scouting? „Wir wollen einen eigenen Stil entwickeln“

Trotzdem wollen die Bayern ein eigenes Scouting-System schaffen, um in Sachen Talente-Förderung auch in Zukunft mit Europas Elite mithalten zu können. „Wir wollen und müssen dabei einen eigenen Stil entwickeln, müssen die Daten, die uns vorliegen, besser miteinander verknüpfen. Unser Ziel ist es, junge außergewöhnliche Spieler sehr früh zu entdecken, aber genauso Top-Spieler an uns zu binden. Unser Chef-Scout Marco Neppe und ich entwickeln dieses Scouting-System im Moment.“

Kernmarkt für Scouting soll nach wie vor Deutschland bleiben. „Das schließt aber nicht aus, dass wir Spieler aus Europa oder aus der ganzen Welt dazuholen“, so der Sportdirektor. 
Bestes Beispiel hierfür dürfte der Transfer vom schwedischen U-16-Talent Alex Timossi Andersson sein, dessen Wechsel die Bayern vor rund einer Woche verkündeten. Würden dann nicht deutsche Spieler wie Julian Draxler und Leon Goretzka, der bereits seit längerem mit den Münchner in Verbindung gebracht wird, perfekt in das Beuteschema passen? „Gute deutsche Spieler sind grundsätzlich immer interessant“, lässt Salihamidzic vielsagend verlauten. 

kus
 

Auch interessant

Meistgelesen

Verlängerung der Gnabry-Leihe nach Hoffenheim? Rummenigge spricht Klartext
Verlängerung der Gnabry-Leihe nach Hoffenheim? Rummenigge spricht Klartext
Reschke verrät: Daran scheiterte der Griezmann-Wechsel zum FC Bayern
Reschke verrät: Daran scheiterte der Griezmann-Wechsel zum FC Bayern
Bei Fanclub-Besuch: FCB-Anhängerin bemerkt „duftes“ Detail an James
Bei Fanclub-Besuch: FCB-Anhängerin bemerkt „duftes“ Detail an James
Bayern-Star Ribéry muss vor Gericht: Es geht um Millionen
Bayern-Star Ribéry muss vor Gericht: Es geht um Millionen

Kommentare