tz-Kolumne

Heinrich heute: Der FC Bayern und der Karlspreis

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Karl-Heinz und Karl - oder: Rummenigge und Hopfner.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über den Abschied eines ganz Großen.

Was auffällt: Fast alle, die beim FC Bayern wichtig sind, heißen jetzt Karl. Vom Präsidenten Karl „Karli“ Hopfner über Vorstandschef Karl-Heinz „Kalle“ Rummenigge bis zum künftigen Trainer Carlo „Carletto“ Ancelotti. Sogar Klubidol Thomas Müller erinnert entfernt an Karl Valentin. Matthias Sammer heißt zwar nicht Karl, ist aber wenigstens kahl. Und viele wichtige Treffen finden in der Bar von Karl „Charles“ Schumann statt. Die Radikarlisierung beim FCB ist nicht zu übersehen. Kein Wunder: Karl ist einer der besten Namen der Welt. Er steht für Mode (Lagerfeld), Abenteuer (May), Visionen (Marx) und Ökologie (Karl der Käfer). Bereits 2017 soll Ancelotti alias „Charles de Goal“ Meisterschaft, Pokal, Champions League und den Aachener Karlspreis holen. Der Mai, in dem die Titel vergeben werden, heißt beim FC Bayern künftig Karl-Mai.

Jörg Heinrich

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