tz-Kolumne

Heinrich heute: Bierdusch-Tradition am Ende - wegen Geld

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Bierdusche à la FC Bayern, zelebriert durch Juan Bernat (r.) an Douglas Costa.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über das Bierdusch-Verbot beim DFB-Pokal-Finale in Berlin.

Schlimme Nachrichten vor dem Pokalfinale! Der DFB verbietet Pokalsieger FC Bayern die gewohnte Bierdusche – angeblich im Sinne des Bündnisses „Alkoholfrei Sport genießen“. In Wahrheit duldet DFB-Biersponsor Bitburger das Paulaner-Pritscheln nicht. Damit opfert der DFB eine jahrhundertealte Tradition dem schnöden Mammon. Schon die Paulaner-Mönche haben im Kloster gebierduscht, wenn im Sommer das Wasser knapp wurde. Der Kaiser hat mit den Worten „Schaum ma mal“ in den 70ern die Fußball-Bierdusche erfunden. Später hat der FCB den Spruch „Mia san Bier“ zu seinem Vereinsmotto gemacht. Nun soll die Tradition enden, nur wegen Geld. Die Paulas mit ihren großen Hupen, pardon, Humpen, werden arbeitslos. Man sollte ein Klagelied drüber schreiben: „Paulas, oh Paulas, es is zwar traurig, aber es is wahr. Des Oanzige, was zählt auf dera Welt, is a Geld.“

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