tz-Kolumne

Heinrich heute: Gnabry und die lose Bindung

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Serge Gnabry (r.).

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Serge Gnabry.

Wir möchten mit Ihnen über ein neues Fußball-Modewort sprechen, nämlich übers „binden“. Man liest es überall: „Der FC Bayern bindet Thomas Müller bis 2021.“ Früher hatten Fußballer Vertrach, heute muss man sie binden – damit sie nicht weglaufen. Denn viele Stars binden sich nur unverbindlich (Draxler). Wir haben beim Wort „binden“ immer Damenhygiene und SM im Kopf, was ja zum Fessel-Pep passt, von dem Scholl letztens sprach. Fest steht nur so viel: Ein Fußballer, der sich mit einem guten Vertrach bindet, kann sich danach allemal einen hinter selbige gießen. Ach ja, Rio-Fußballer Serge Gnabry wurde jetzt offenbar auch durch Werder Bremen statt den FC Bayern gebunden. Zunächst hieß es, er sollte nach München wechseln und dann nach Bremen ausgeliehen werden. Das wäre ungefähr so wie: "Beyoncé will mit dir singen, aber du musst erstmal mit den Amigos üben."

Jörg Heinrich

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