tz-Kolumne

Heinrich heute: Katsche und die Brömmel

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Mario Götze.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Torjubel-Gesten.

Das wichtigste Kommunikationsmittel des modernen Fußballers ist das Handzeichen nach dem Tor. Mario Götze hat seiner Ann-Kathrin Brömmel gerade eine Liebesraute gedeutet. Marco Reus hat die Drei-Affen-Trilogie aufgeführt – nix sehen, nix hören, nix sagen, beinahe philosophisch. Früher waren die Spieler nicht so chronisch mittteilungsbedürftig. Von Katsche Schwarzenbeck ist nicht bekannt, dass er 1974 nach dem heiligen Tor gegen Atlético seiner Hannelore ein Herzerl geschickt hätte. Künftig werden weitere Jubelgesten erwartet. Eine Bewegung wie beim Abnehmen des Zapfhahns heißt: „Schatz, wir müssen mit unserem 700-PS-SUV tanken.“ Ein Kreis und fischartige Bewegungen sollen sagen: „Hau die Thunfischpizza in den Ofen!“ Wenn Götze gar nix deutet, heißt dieses Nichts, dass er die Brömmel nackt sehen will. Das verstehen wir.

Jörg Heinrich

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