tz-Kolumne

Heinrich heute: Smartphone-Erlaubnis für analogen Uli

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Uli Hoeneß am vergangenen Freitag nach seinem ersten Arbeitstag beim FC Bayern.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Vorschriften der Justiz für Uli Hoeneß.

Die Vorschriften der bayerischen Justiz für Freigänger Uli Hoeneß grenzen an Sadismus. Der Alt-Präsident darf keinen Alkohol trinken, kann aber Smartphone und Tablet benutzen. Also kein gepflegter Rotwein nach Siegen – dafür darf der analoge Uli, bekennender Freund von Telefax und Videotext, das neueste Technikgedöns verwenden. Na super! Das ist so, als wenn Sie zu Matthäus sagen: „Lothar, keine Weiber aus dem Ural mehr, aber dafür darfst du Bücher lesen.“ Smartphone-Erlaubnis für Uli – das ist so sinnvoll wie für Philipp Lahm ein Probetraining beim Basketball, oder ein Lockenstab für Guardiola. Man muss ja froh sein, dass die Justiz Hoeneß nach Rothenfeld verfrachtet hat, das Kaff hat wenigstens einen vernünftigen Namen. Es wäre gar nicht schön für den Uli, wenn er beim Freigehen jeden Tag am Ortsschild „Blauenfeld“ vorbeifahren muss.

Jörg Heinrich

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