tz-Kolumne

Heinrich heute: Pep, Carlo und die Fesseln

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Carlo Ancelotti.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Reaktionen auf den FC-Bayern-Fußball.

Es gibt zu viel Plemplem auf dieser Welt. Zumindest in Sachen FC Bayern. Wir fassen die Ereignisse zusammen: Nachdem Pep weg war, haben alle den Ancelotti-Fußball gefeiert. „Die Bayern haben Spaß, Ancelotti hat die Spieler frei gelassen. Sie haben die Pep-Fesseln abgestreift!“, jubelte Bundes-National-Experte Scholl. Liberté, Egalité, FCB! Sie lebe hoch, die Münchner Freiheit! Dann verliert Entfesselungskünstler Carlo ein einziges Spiel beim unangenehmsten Gegner der Welt – und was lesen wir? „Immer klarer wird, dass Ancelottis Vorgänger Guardiola die Mannschaft an unsichtbaren Fäden über den Rasen zog“, trauert die „Zeit“ den Fessel-Bayern nach. War das nicht herrlich, als Pep den Spielern gesagt hat, wie sie Fußball spielen müssen? Scheinbar braucht der FCB einen entfesselnden Fessler, einen Guardilotti. Uns ist das alles zu hoch.

Jörg Heinrich

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