tz-Kolumne

Heinrich heute: Sammer mahnt nicht nur, aber auch

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Matthias Sammer.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Matthias Sammers Zitat, seinen "Job auf Mahnen zu reduzieren, ist zu einfach".

Matthias Sammer hat recht. „Meinen Job auf Mahnen zu reduzieren, ist zu einfach“, hat der Mahner gemahnt. Denn: Der Sportvorstand des FC Bayern leistet noch wesentlich mehr. Er legt den Finger in Wunden, er appelliert, predigt, tadelt, rügt und alarmiert. Matthias Sammer rüttelt wach, schärft ein, erinnert eindringlich, gibt zu bedenken und ruft zur Ordnung. Zusätzlich missbilligt und rüffelt er, meistens dienstags. Er redet ins Gedächtnis und ruft ins Gewissen – manchmal sogar andersrum. Mit handelsüblichem Mahnen und Warnen, wie wir es kennen, hat das sächsische Mahn-Imperium nichts zu tun. Bei ihm wird das Mahnen zur Herkulesaufgabe. Nun sucht der FCB neue Mitarbeiter, die Sammer wenigstens einen Teil seiner vielschichtigen Aufgaben abnehmen, zum Beispiel das Zeichen setzen, das Ans-Herz-Legen, das Ersuchen und das Beschwören.

Jörg Heinrich

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