„Er war das Mastermind im Hintergrund“

Bruchhagen: Fehlen von Hopfner spielt entscheidende Rolle bei FCB-Chaos

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Der Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hopfner, Präsident Uli Hoeness und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge (v.l.).

Wie geht es weiter beim FC Bayern und wie konnte es zu den Querelen und die Entlassung von Carlo Ancelotti kommen? Für HSV-Chef Bruchhagen spielt das Fehlen von Karl Hopfner eine wichtige Rolle.

Auch bei „Wontorra – der Fußball-Talk“ war der FC Bayern und die Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti das bestimmende Thema. Unter anderem sprachen Heribert Bruchhagen und Dietmar Hamann bei Sky Sport News HD über die turbulenten Tage an der Säbener Straße und darüber, wer Nachfolger des Italieners werden könnte.

HSV-Chef Heribert Bruchhagen: 

Heribert Bruchhagen zum Ancelotti-Rauswurf: „Es muss doch Kriterien gegeben haben, weshalb man den Welttrainer Ancelotti mit einer ganz großen Lebensleistung nach München geholt hat. Jetzt sind all diese Argumente wie weggeblasen. Das erschließt sich mir nicht so ganz. Ich halte diese Entscheidung für vorschnell und verfrüht. Aber ich habe nicht das Recht, dem FC Bayern Ratschläge zu erteilen.“

Heribert Bruchhagen zum Verhältnis Rummenigge und Hoeneß: „Das kann ich nicht beurteilen. Ich denke, dass auch das Fehlen von Karl Hopfner eine ganz entscheidende Rolle spielt. Er war das Mastermind im Hintergrund, das auch reglementierend auf Kalle und Uli eingeredet hat. Jetzt ist Karl weg und der Vorstand hat sich auf fünf Personen erweitert. Karl-Heinz hat sehr stark die Internationalisierung des Vereins vorangetrieben. Uli ist mit Kraft in seine alte Position zurückgekommen. Das führt zu Reibungen.“

Heribert Bruchhagen zu den Diskussionen um Thomas Tuchel: „Tuchel ist sicher eigen. Aber wenn doch unisono die Meinung vorherrscht, dass er hohe Kompetenz hat, dann ist das doch das turmhohe Argument, weshalb ich einen Trainer verpflichte.“

Hamann: Bayern führungslos, wenn sich Hoeneß und Rummenigge nicht einigen

Dietmar Hamann zum Ancelotti-Rauswurf: „Es begann mit dem Trikotwurf von Franck Ribery, der von der Vereinsführung nicht geahndet wurde. Zu dem Zeitpunkt wusste der Trainer, dass er entmachtet ist. Die Mannschaftsaufstellung am Mittwoch haben einige als Provokation gewertet, ich würde es mit russischem Roulette vergleichen. Es war in den letzten Wochen aber nur eine Frage der Zeit.“

Dietmar Hamann zu Differenzen in der FCB-Führung: „Der Trikotwurf war für mich der Knackpunkt. Es kann nicht sein, dass es sich Bayern München gefallen lässt, dass ein 34-jähriger Spieler, der noch acht Monate Vertrag hat, so etwas macht. Damit entmachte und enthaupte ich den Trainer. Da muss der Verein stärker sein. Die beiden Herren sind sich nicht einig. So lange sie sich nicht einig sind, ist der Verein führungslos. So, wie es im Moment ist, kann es nicht weitergehen. Wenn sie sich nicht wieder annähern und mit einer Stimme sprechen können, dann wird es über kurz oder lang nur so gehen, dass nur einer überbleibt.“

Dietmar Hamann zur Trainerfrage: Nagelsmann oder Tuchel: „Die letzten Wochen haben den Stern Julian Nagelsmann ein bisschen weniger hell scheinen lassen. Es gab die zwei Niederlagen gegen Liverpool und dann die beiden Niederlagen in der Europa League. Die Denke in München könnte sich ein bisschen geändert haben. Für mich ist Thomas Tuchel der ideale Kandidat. Er verfolgt die Guardiola-Schule, ist ein unheimlich guter Trainer und ein absoluter Fachmann. Mich würde es wundern, wenn nach der Länderspielpause ein anderer Mann als Thomas Tuchel präsentiert würde.“

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