Sportvorstand redet Bayern stark

Herr Sammer, haben Sie Angst vor Barcelona?

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München - Während die Bayern mit Personalproblemen kämpfen, schießt Barcelona in der heimischen Liga alles kurz und klein. Macht das den Bayern Angst?

Fast genau zwei Jahre ist es her, als der FC Bayern die Kräfteverhältnisse im europäischen Fußball erdrutschartig verschob. Hatte der FC Chelsea 2012 den FC Barcelona lediglich entthront, die Münchner entzauberten die Katalanen ein Jahr später regelrecht. 7:0 hieß es in der Addition beider Halbfinals damals für die Roten, die sich wenige Wochen später die Krone der Königsklasse aufsetzten. Vom glorreichen Barça, das 2006, 2009 und 2011 triumphiert hatte, war nichts mehr übrig geblieben. Nicht nur Pep Guardiola war verschwunden, auch der Glanz. Doch nach drei Jahren ohne Henkelpott brennt Barça wieder auf den Titel – und ist heuer so stark wie zuletzt unter Pep. Während die Bayern mit Personalproblemen kämpfen, schießt Spitzenreiter Barça in der heimischen Liga alles kurz und klein. Macht das den Bayern Angst?

Nein, sagt Matthias Sammer. „Gesund“ sei der Respekt vor den Katalanen. „Mehr aber auch nicht“, betonte der Sportvorstand der Münchner vor dem Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr, Sky & ZDF) im Camp Nou. Dort treffen die Roten auf torhungrige Gastgeber. In der vergangenen Woche trafen die gleich 14-mal, auf den 6:0-Sieg gegen Getafe folgte am Samstag ein 8:0 in Cordoba. „Gegen den Tabellenletzten“, schränkte Sammer ein, „und der Gegner davor stand jetzt auch nicht im oberen Drittel der Tabelle.“ Die Bayern wollen sich nicht kleiner machen, als sie in der aktuellen Lage mit den vielen Verletzten ohnehin schon sind. „Wir haben auch ein paar Weltmeister und eine super Truppe, auch wenn der ein oder andere nicht dabei ist“, redete Sammer seine Mannschaft stark.

Doch auch mit den Weltmeistern Lahm, Schweinsteiger, Neuer und Götze verlor der FCB 0:2 in Leverkusen. Die Liga hatte Guardiola vorher schon für beendet erklärt, ihr primäres Ziel hatten die Münchner erreicht. „Uns lag am Herzen, dass sich keiner verletzt hat. Das war das Allerwichtigste“, gab Neuer offen zu. Bei Ribéry wird es bis Mittwoch nicht reichen, der Einsatz von Lewandowski ist noch offen. Immerhin ist mit Javi Martinez ein Defensivspezialist wieder zurück. Zumindest das dürfte den Bayern eher Mut als Angst machen…

Sven Westerschulze

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