Heynckes: Gute Abwehr gewinnt Titel

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Bayern-Coach Jupp Heynckes

München - Die Bayern bleiben Spitzenreiter Dortmund auf den Fersen. Trainer Heynckes freut sich beim 100. Sieg als Bayern-Coach über das zu Null: “Mit einer guten Abwehr gewinnt man Titel.“

Die Bayern haben sich gefangen - weiter leben müssen sie mit der unerfreulichen Rolle als Dortmund-Jäger und dem Luxusproblem Arjen Robben. Keine Viertelstunde nach dem lockeren 2:0 (2:0) gegen Sparringspartner Kaiserslautern flüchtete der Holländer wortlos aus den Katakomben der Münchner Fußball-Arena - sein 50. Bundesligaspiel hatte der Star erneut als Bankdrücker begonnen.

Die Statistik zum Spiel

“Wir haben eine gute Woche erlebt. Es war wichtig, dass wir nach dem etwas holprigen Rückrundenstart jetzt in eine stabilere Phase gekommen sind“, bilanzierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Ende einer Woche, die für Robben alles andere als eine gute war.

Bayern besiegt Lautern: Bilder und Noten - Zwei Spieler ragen heraus

Der FC Bayern hat den 1. FC Kaiserslautern locker mit 2:0 besiegt © sampics
Vor Abpfiff stand Arjen Robben im Fokus © M.I.S.
Der Niederländer zeigt sich zwar gut gelaunt © M.I.S.
Doch dass er auf der Bank Platz nehmen muss, dürfte ihn schon wurmen © sampics
Trainer Jupp Heynckes erklärte vor Anpfiff bei Sky, warum er auch gegen Kaiserslautern nicht von Beginn an ran darf: "Wenn man so überzeugend in das Halbfinale des DFB-Pokals einzieht, wäre es nicht klug, die Mannschaft zu ändern." © sampics
Heynckes weiter: "Sicherlich ist das bitter für Arjen, aber es geht darum, der Mannschaft zu helfen." © sampics
Immerhin bekommt Robben von draußen einiges zu sehen © M.I.S.
6. Minute: Tor für den FC Bayern! © M.I.S.
Das 1:0 für den FC Bayern durch Mario Gomez © M.I.S.
Lahm passt auf der linken Seite auf Ribéry. Der Franzose tanzt Sahan aus und lässt den Lauterer wie einen Schuljungen aussehen. Seine feine Flanke landet bei Gomez  © M.I.S.
Gomez köpft © M.I.S.
Der Ball segelt ins Netz © M.I.S.
Hier der Treffer noch mal ... © M.I.S.
... aus der Hinter-Tor-Perspektive © M.I.S.
Die Liste der Gratulanten ist lang © AP
Sehr lang © AP
David Alaba freut sich © dpa
Der Youngster nahm den Platz des verletzten Bastian Schweinsteiger ein © M.I.S.
Vorbereiter Ribéry jubelt mit Gomez © dpa
Die Jubler vereint © sampics
Tolle Bilder © dpa
Ein frühes Tor © dpa
Das freut die Bayern © dpa
Und das freut Jupp Heynckes © M.I.S.
Der Trainer ganz ausgelassen © M.I.S.
Und jetzt: Weitermachen! © M.I.S.
30. Minute: Tor für den FC Bayern © sampics
Das 2:0 für den FC Bayern durch Thomas Müller. © M.I.S.
Kroos zwirbelt einen Freistoß in den Strafraum. © M.I.S.
Trapp segelt am Ball vorbei, Müller nicht. © M.I.S.
Der Bayern-Profi köpft ein und beendet seine Torflaute. © M.I.S.
Von Müller fällt eine riesige Last ab © AP
Der Offensivmann jubelt © M.I.S.
Und jubelt © AP
Seine Kollegen freuen sich mit ihm © AP
David Alaba macht einen guten Job als Schweinsteiger-Vertreter © AP
Doch nicht zu bremsen ist insbesondere er: Franck Ribéry © AP
Nach einer glanzvollen ersten Halbzeit der Bayern verläuft die zweite eher ruhig. Eine etwa zehnminütige Drangphase der Bayern ab etwa der 50. Minute bleibt ohne weiteren Treffer © AP
FCK-Coach Marco Kurz musste sich warm anziehen, nicht nur wegen der Kälte © dpa
In der 56. Minute durfte dann Arjen Robben ran © M.I.S.
Der Niederländer gibt Vollgas © M.I.S.
Man merkt ihm an, dass er sich einiges vorgenommen hat © AP
Doch die erhoffte Befreiung in Form eines Treffers bleibt aus © dpa
Trotz einer ordentlichen Leistung © dpa
In Keeper Trapp fand Arjen Robben oft seinen Meister © AP
Wie gut war Robben? Wie gut seine Kollegen? Die Noten! © AP
Neuer 3 © Getty
Lahm 2 © Getty
Rafinha 3 © Getty
Boateng 3 © Getty
Badstuber 2 © Getty
Luiz Gustavo 3- © Getty
Alaba 1- © Getty
Kroos 2- © Getty
ab 82. Timoschtschuk o.B. © Getty
Müller 2 © Getty
ab 56. Robben 2 © Getty
Ribéry 1- © Getty
ab 78. Olic o.B. © Getty
Gomez 2 © Getty

Erst als Mario Gomez mit seinem 18. Saisontreffer (6. Minute) und Thomas Müller (30.) mit seinem ersten Ligator seit fast fünf Monaten die Hauptarbeit erledigt hatten, durfte auch Robben für den angeschlagenen Müller (Pferdekuss) ran. “Im Moment zählt der Erfolg der Mannschaft und dass wir wieder in die Spur kommen, da geht es nicht um Einzelne“, bemerkte Torjäger Gomez zum Härtefall Robben.

Auch wenn sich der aktuell vom unverzichtbaren Weltklassespieler zum Reservisten zurückgestufte Robben nicht zu seiner Gemütslage äußern mochte, ließ er bei seinem Kurzeinsatz Kampfgeist erkennen. “Ich habe keine schlechte Laune bei Arjen gesehen. Er ist hochmotiviert aufs Spielfeld gekommen und hat sich nahtlos eingefügt“, lobte Jupp Heynckes nach seinem 100. Ligasieg als Bayern-Trainer demonstrativ den “fußballbesessenen“ Angreifer.

Fünf Torschüsse und drei Vorlagen - Robben wollte mit aller Macht beweisen, dass er in die erste Elf gehört. Nur Lauterns Torhüter Kevin Trapp stand einem Erfolgserlebnis mehrfach im Weg. “Gut, es wird ihm nicht gefallen, wenn er auf der Bank sitzt. Aber er geht professionell damit um. Er ist reingekommen, hat sofort gewirbelt und hat gut gespielt. Das ist genau die richtige Antwort. Ich hätte ihm ein Tor gewünscht“, sagte Rummenigge bemüht um Gelassenheit: “Wir gehen mit dem Thema im Verein sehr sachlich um, fertig, Ende, aus!“

Am Ziel, den 2013 auslaufenden Vertrag mit Robben zu verlängern, habe sich nichts geändert. Sportdirektor Christian Nerlinger habe dies Robbens Vater und Manager Hans in einem Gespräch signalisiert. “Wir sind von Arjens Qualität total überzeugt“, sagte Rummenigge. Die aktuelle Entwicklung habe keinen “Meinungsumschwung“ ausgelöst.

Einen Stimmungsumschwung gibt es sehr wohl. Das “Mia-san-Mia“- Gefühl kehrt langsam zurück, die Jagd auf den Tabellenführer ist eröffnet. “Wir müssen parat stehen für den Fall, dass Dortmund mal ein schlechteres Spiel hat“, forderte Rummenigge.

Heynckes hat mit dem Härtefall Robben die Trendwende ausgelöst. Neben der Rückversetzung von Toni Kroos auf die Spielmacherposition und Müller auf den rechten Flügel hat sich die Hereinnahme von Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld als Glücksgriff erwiesen. “Mit einer guten Abwehr gewinnt man Titel“, hob Heynckes die wiedergewonnene defensive Stabilität besonders hervor. Es passt wieder, betonte auch Torjäger Gomez: “Sehr kompakt, sehr aggressiv, jeder für den anderen - das muss die Marschroute für die kommenden Wochen sein.“

Die kommenden Gegner dürften den Bayern jedoch mehr Widerstand leisten als die früh kapitulierenden Lauterer. “Der ganzen Mannschaft hat der Mut gefehlt“, gestand Abwehrspieler Florian Dick. “Das frühe Gegentor war Gift“, haderte Trainer Marco Kurz. Die Alarmsignale bei den Pfälzern häufen sich. Allein Gomez (18 Tore) hat öfter getroffen als ganz Kaiserslautern (15). Seit dem 22. Oktober 2011 haben die “Roten Teufel“ nicht mehr gewonnen. “Es ist kein Beinbruch, wenn man in München verliert“, meinte Torwart Trapp: “Aber zwei Punkte aus vier Rückrundenspielen sind im Abstiegskampf natürlich zu wenig.“

dpa

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