Trainer schließt weiteres Jahr kategorisch aus

Heynckes will partout nicht! Welchen Plan B hat der FC Bayern?

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Jupp Heynckes wird im Sommer definitiv aufhören. Wer folgt ihm?

„Vergebene Liebesmüh!“ – Jupp Heycnkes blockt Hoeneß’ Charmeoffensive weiter ab. Welchen Plan hat der FC Bayern nun?

München - Wie schnelllebig das Fußballgeschäft sein kann, lässt sich dieser Tage wieder begutachten. Keine fünf Jahre ist es her, da war Uli Hoeneß noch recht bemüht, seinen guten Freund Jupp ins Rentnerdasein zu schicken. Im Januar 2013 ließ der FCB via Pressemitteilung verlauten, dass Pep Guardiola sein Amt übernehmen und Heynckes seine Karriere beenden werde. Fand der Tripletrainer verständicherweise nicht so lustig („Meinen Rücktritt möchte ich schon selbst bekanntgeben“). In etwa genauso unlustig, wie er heute die Avancen findet, die Hoeneß betreibt, um ihn diesmal zum Verbleib zu bewegen. Nur: Jetzt mag er eben auch nicht mehr, der Jupp.

Dabei zieht der Präsident des Rekordmeisters alle Register. Das letzte Kapitel in der nimmer enden wollenden Seifenoper der ziemlich besten Freunde: Hoeneß will sogar die Hosen runterlassen, wenn er seinen 72-jährigen Spezl zu einem weiteren Jahr Fernbeziehung mit Cando bewegen kann. Die Chancen? Liegen laut Hoeneß nach seiner Charmeoffensive in Form von Fanabstimmungen, Liebeserklärungen und nackten Tatsachen bei „zehn Prozent“. Und was sagt Heynckes selbst dazu? „Eigentlich nichts mehr“, so der Umworbene am Freitag – übrigens nach „einer turnusmäßigen Sitzung“ mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge! „Das ist vergebene Liebesmüh und ich finde, man sollte das Thema ad acta legen.“

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Womit sich für Hoeneß dieselbe Frage stellt, wie für einen verliebten Grundschüler: Was tun, wenn ich Josephine zum achten Mal einen Liebesbrief in die Hand gedrückt habe, sie aber immer wieder das Kästchen mit nein angekreuzt hat? Weiterbohren? Oder doch das nächste Dirndl am Schulhof ansteuern? Der Charmeur vom Tegernsee gilt nicht gerade als nachgiebiger Geselle, weshalb diese Variante wohl eher keine Option ist. Schließlich hat Hoeneß ja gesagt, dass der Joseph sein Plan A ist. „Es gibt keinen Plan B“, so der Präsident. Ob das so stimmt, oder nur eine weitere Rose in Richtung Heynckes ist, sei mal dahingestellt. Fest steht aber: Sollte es bislang tatsächlich keinen Plan B geben, so wäre das in allerhöchstem Maße unverantwortlich.

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Und zwar aus zweierlei Gründen. Zum Einen war der FC Bayern noch nie dann am stärksten, wenn er zum FC Hollywood wurde. Zweitens: Auch wenn Heynckes versicherte, dass er trotz des fehlenden Plan B „tagtäglich so intensiv arbeiten werde, wie ich das bisher gemacht habe“, so hemmt die Penetranz des Themas und die damit verbundene Ungewissheit den Verein. Mitarbeiter wie Spieler. Der FC Bayern begibt sich gerade auf dem Weg in die Zukunft. Und damit dieser Prozess weiterhin zufriedenstellend verläuft, wird es jetzt langsam allerhöchste Eisenbahn, auch den passenden Trainer für die Zukunft zu finden. Es wird also Zeit, sich neu zu verlieben… 

José Carlos Menzel López

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