Erste Niederlage zur Unzeit: Das 1:2 beim FC Sand kostet den Meister das DFB-Pokal-Finale

Historische Double-Chance futsch

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K.o. auf der Zielgeraden: Thomas Wörles Bayern-Frauen wurden überraschend im Pokal-Halbfinale gestoppt.

FC Bayern München (Frauen) - Es hat ja einmal passieren müssen, das lehren einen Historie, Datenbanken und Statistiken.

 Nicht einmal der große FC Barcelona hat einen Weg gefunden, nie, niemals ein Spiel zu verlieren, und ja, sogar die großartigen Bayern-Sieger-Gen-Gründer um Franz und Gerd und Sepp sollen, so erzählen es zumindest die älteren Semester unter uns, nicht ganz jedes Spiel gewonnen haben. So gesehen ist den Frauen des FC Bayern gestern nichts Dramatisches widerfahren. Das Problem allerdings: Ihre erste Niederlage nach über eineinhalb Jahren ohne Pleite in der Bundesliga kostet sie das DFB-Pokal-Finale. Mit dem 1:2 im Duell der letzten Vier beim FC Sand ist die historische Chance auf das Double futsch.Es gibt keinen guten Zeitpunkt für Niederlagen, keiner will verlieren, niemals. Aber dieses 1:2 kam nun wirklich zur Unzeit. In der Bundesliga ist die Titelverteidigung nur noch Formsache, ein Triumph im Pokal-Finale hätte den Münchnerinnen auch in der internen Wahrnehmung noch einmal einen Schub gegeben. So bleibt das Double weiter reine Männersache.

Nachdem die Bayern-Frauen auch in der Champions League gleich in der ersten Runde gescheitert sind (da allerdings mit zwei unglücklichen Unentschieden, ohne eine Niederlage), besteht im Umgang mit K.o.-Spielen auf jeden Fall Lernbedarf. Erst neulich hatte Vivianne Miedema noch geunkt, sie hoffe, die erste Pleite ereile sie nicht in einem entscheidenden Spiel – schon ist es passiert.

Die Niederländerin erzielte gestern ein Tor, doch in der zweiten Hälfte drehte der Tabellenvierte der Bundesliga, der als Überraschungsteam der Saison gilt, die Partie. „Sand hat uns einen großen Fight abgeliefert und ist für den großen Aufwand, den sie betrieben haben, belohnt worden“, kommentierte Trainer Thomas Wörle auf der Vereinshomepage, „sie haben nicht unverdient gewonnen. Es war ein enges Spiel, in dem wir uns sehr schwer getan haben.“ Kapitänin Melanie Behringer: „Wir kamen nicht wirklich gut ins Spiel und waren nicht zwingend genug. Sand hat es sich erkämpft.“

Lichtblick: Melanie Leupolz stand nach sechs Wochen Pause (Prellung und Erkältung) wieder auf dem Platz. Sie leitete das 1:0 ein. Doch das war an dem Tag, an dem eine historische Chance vertan wurde, nur eine Randnotiz.Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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