Vielversprechende Talente

Was ten Hag Höjbjerg, Green und Co. zutraut

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Zwei Spieler, die vielleicht bald in der Bundesliga für Furore sorgen: Alessandro Schöpf (li.) und Julian Green.

München - Den Aufstieg in die 3. Liga wollen die kleinen Bayern gemeinsam schaffen. Für viele wird die Reserve des Rekordmeisters allerdings nur eine Zwischenstation ihrer Karriere sein.

Die Liste prominenter Ex-Bayern-II-Spieler ist lang. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, David Alaba, Zvjezdan Misimovic, Owen Hargreaves, David Jarolim... man könnte noch jede Menge Namen aufzählen, die nach ihrer Ausbildung beim deutschen Rekordmeister eine große Karriere als Profi hingelegt haben bzw. aktuell noch mittendrin sind.

FC Bayern II gegen Fortuna: Hier gibt's das Spiel live

Live-Ticker: Bestehen die kleinen Bayern in Köln?

Auch in der aktuellen Mannschaft tummeln sich jede Menge hochtalentierte Spieler, die ehrgeizig sind und bei den Profis Fuß fassen wollen. Bestes Beispiel ist Pierre-Emile Höjbjerg, der vor allem im Pokalfinale mit einer erstklassigen Leistung auf sich aufmerksam machen konnte. Derzeit ist er mit der Nationalmannschaft Dänemarks unterwegs und trifft am Mittwoch auf Schweden. Eine bittere Pille für den FC Bayern II, denn zeitgleich kämpft die Elf von Trainer Erik ten Hag gegen Fortuna Köln im Hinspiel (Fussball Vorort berichtet im Live-Ticker) um den Aufstieg in die 3. Liga.

Julian Green, mit 14 Treffern gemeinsam mit Tobias Schweinsteiger bester Knipser der kleinen Bayern, kommt aus dem Träumen gar nicht mehr heraus. Er fährt mit der US-Nationalmannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann nach Brasilien. Sehr zum Bedauern von ten Hag. "Es ist enttäuschend, dass man nicht über alle Spieler verfügen kann, die zum Kader gehören", sagte der Trainer am Montag. Dennoch ist er stolz, dass sein Spieler beim größten Fußball-Event der Welt dabei sein wird. "Das freut mich. Das zeigt unsere und seine Arbeit. Er hat taktische Fortschritte gemacht", sagt der 44-Jährige. "Wenn man als Spieler in den Kader kommt, dann kann man etwas. Ich kann mir vorstellen, dass er auch als Joker kommt. Ich schätze ihn und traue ihm das zu."

Ein weiterer hoffnungsvoller Nachwuchsspieler ist Alessandro Schöpf. Der 20-Jährige Österreicher steht möglicherweise vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. "Gladbach steht im Raum, mal schauen, ob es dann im Sommer was wird. Es ist eine gute Adresse. Sie setzen auf junge Spieler“, bestätigte der Mittelfeldspieler das Interesse der Fohlen am Montag. Ten Hag erinnert in diesem Zusammenhang an Nationalspieler Toni Kroos, der erst nach seiner Leihe zu Bayer Leverkusen den absoluten Durchbruch geschafft hat. "Ich kann mir schon vorstellen, dass er irgendwo die Erfahrung Bundesliga sammelt - Beispiel Toni Kroos - und so seinen Weg geht." Am besten mit einer Rückfahrkarte nach München, denn "er kann in Zukunft ein wichtiger Spieler für Bayern werden".

Dieser Zug ist bei Landsmann Kevin Friesenbichler erst einmal abgefahren. Der Stürmer wechselt im Sommer zu Europa-League-Finalist Benfica Lissabon. "Ein Stürmer, in dem sehr viel Potential steckt. Er geht den nächsten Schritt zu einem sehr guten, etablierten Verein", analysiert ten Hag den Weggang. "Wenn gute Spieler gehen, bin ich traurig. Er hat sein Talent weiterentwickelt, es ist aber noch viel Luft nach oben bei ihm. Ich hätte gerne noch mit ihm weitergearbeitet."

Friesenbichler selbst, will eine Mission mit den kleinen Bayern vor seinem Abgang nach Portugal noch erfüllen. "Wir sind es dem Verein schuldig, aufzusteigen", sagt er über die beiden "Endspiele" gegen Fortuna Köln in der Bild-Zeitung. "Ich will mich mit einem guten Gefühl verabschieden."

Trotz Wehmut über den Abang, lobt der Coach seinen Noch-Spieler und bescheinigt ihm eine sensationelle Entwicklung. "Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo er verstanden hat, was für ein Typ Spieler er ist. Was er machen muss, was er lassen muss. Er ist ein hochintelligenter Spieler." Der Niederländer ist sicher, dass er sich auf der großen Bühne durchsetzen kann. "Er ist ein Typ, eine Persönlichkeit. Ich bin davon überzeugt, dass er es packt."

Von den A-Junioren drängen sich bereits die nächsten Rohdiamanten auf. Zum Beispiel Steven Ribéry, der Bruder von Superstar Franck. "Er ist ein sehr kreativer Angreifer. Er spielt sehr intuitiv, hat gute Anlagen", sagt ten Hag über den 18-jährigen Franzosen. "Für ihn ist es wichtig, dass er seine eigene Identität entwickelt", so ten Hag weiter. 

Ein Sonderlob erhält Angelos Oikonomou, der bisher auf acht Einsätze bei den kleinen Bayern kommt. "Er gefällt mir sehr, hat eine super Saison gespielt. Er hat mich in den letzten Wochen des Winters überzeugt. Ich hätte ihn gerne mit ins Trainingslager mitgenommen, aber die U19 hat gegen den Abstieg gespielt."

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