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Hoeneß bestätigt Pläne mit Gazprom!

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Uli Hoeneß hat Gespräche über einen Deal mit Gazprom bestätigt. © dpa

München - Uli Hoeneß hat in einem Interview erstmals angedeutet, dass der FC Bayern mit Gazprom plant. Dem konkurrierenden FC Schalke gibt er dabei ein Versprechen. Auf die Brust dürfen die Russen eh nicht.

Reich, reicher, FC Bayern! In Sachen Geld hat der Rekordmeister den Rest der Bundesliga ja längst abgehängt, nun könnte ein weiterer lukrativer Sponsorendeal dem Liga-Krösus noch mehr Geld in die Kassen spülen.

Bereits im April 2011 waren erste Spekulationen aufgekommen, der russische Energieriese Gazprom werde beim FC Bayern als Sponsor einsteigen. Kurz vor Weihnachten verdichteten sich diese Gerüchte

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erneut. Nun die Bestätigung. Erstmals hat Uli Hoeneß zugegeben, dass es Gespräche zwischen dem Klub und dem milliardenschweren Unternehmen gegeben habe. Und das, obwohl die Russen bereits beim FC Schalke als Trikotsponsor involviert sind.

Millionen für die Brust: Trikotsponsoren der Bundesliga-Saison 2011/12

Hoeneß, der heute seinen 60. Geburtstag feiert, in der aktuellen Sport-Bild: „Falls wir mit Gazprom kooperieren, dann nie statt Schalke, sondern zusätzlich dazu. Das habe ich meinem Freund Clemens Tönnies auch versichert.“ Steigt Gazprom bei Bayern ein?

Zumindest scheint der Deal bei den Russen oberste Priorität zu haben. Kurz vor Weihnachten flog Gazprom-Boss Alexej Miller trotz

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schlechter Witterung von Moskau nach München, ließ sich dort per Polizeieskorte in die bayerische Staatskanzlei chauffieren. Dort traf sich Miller zunächst mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Martin Zeil, unterzeichnete eine Absichtserklärung, nach der sich der Konzern am Bau und Betrieb von Gaskraftwerken in Bayern beteiligen will. Im Anschluss an das Seehofer-Treffen soll sich dann Miller nach Informationen der SZ mit den Bossen des FC Bayern getroffen haben, um über einen gemeinsamen Sponsoringdeal zu sprechen. Damals dementierten beide Seiten noch.

Pikant: Seit 2007 ist Gazprom Trikotsponsor bei Bayerns Titelkonkurrent Schalke 04, im Sommer 2011 wurde der Vertrag sogar bis 2017 verlängert. Mehr als zehn Millionen Euro sollen die Russen pro Jahr nach Gelsenkirchen überweisen. Geld wegschnappen wollen die Bayern den Schalkern aber nicht. Hoeneß: „Es wäre nie eine Bedingung, dass wir sagen: wir oder niemand.“ Nun wird auf Seiten der Russen geprüft, ob sie den Deal eingehen wollen.

Bayern also demnächst mit dem Gazprom-Schriftzug auf der Brust?

Nein. Denn die Statuten der Deutschen Fußball Liga sehen vor, dass kein Unternehmen bei mehr als einem Verein in der Bundesliga Trikotsponsor sein darf. Doch auch als sogenannter Premium-Partner könnten die Russen viel Geld mitbringen. Immerhin ist Gazprom mit rund 445 000 Mitarbeitern das weltweit größte Erdgas-Förderunternehmen und machte im vergangenen Jahr rund 50 Milliarden Euro Umsatz.

Es scheint also, als hätten die Bayern eine neue, ergiebig sprudelnde Geldquelle aufgetan.

Jan Janssen

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