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Hoeneß: "So kann es nicht weitergehen"

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Hannover - Was für eine Blamage! Erst das 2:5 gegen Werder, jetzt verloren die Bayern auch noch mit 0:1 in Hannover.

Zwei Niederlagen in der Bundesliga in Folge – der schlechteste Start seit 31 Jahren. Nur acht Punkte aus sechs Spielen, Tabellenplatz neun. Nach der Pleite stellte sich der Manager.

Herr Hoeneß, wie enttäuscht sind Sie?

Hoeneß: Bei uns herrscht natürlich nicht gerade Jubelstimmung. Die anderen gewinnen alle, wir verlieren und dadurch sind eine ganze Menge Mannschaften vor uns. Der Anblick der Tabelle nervt mich. Das ist nicht gerade eine Situation, wie wir sie uns gewünscht haben.

Was war die Ursache dafür, dass die Mannschaft kaum eine Torchance hatte?

Hoeneß: Ich glaube, wir haben die ersten 20 Minuten total kontrolliert und dann völlig unnötig – weil davor blöde Fouls waren – den Freistoß bekommen und uns total aus dem Rhythmus bringen lassen. Bis dahin hatte ich das Gefühl, das Spiel kann überhaupt nicht verloren werden, weil Hannover gar nicht auf dem Platz war. Wir haben zwar nicht super gespielt, aber kontrolliert. Das ist ja normalerweise unser Spiel. Irgendwann schießen wir ein Tor und dann ein zweites und dann gehen wir nach Hause. Aber das haben wir heute nicht geschafft.

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Und in der zweiten Hälfte?

Hoeneß: Wir haben es nicht geschafft, den nötigen Druck auszuüben um Hannover in Bedrängnis zu bringen.

Was muss nach den bitteren Spielen gegen Bremen und Hannover anders werden?

Hoeneß: Wissen Sie, ich bin weit davon entfernt, jetzt hier irgendwelche Ratschläge zu erteilen, was den Trainer betrifft. Das können Sie wirklich nicht von mir erwarten!

Waren Sie nach dem 0:1 noch hoffnungsfroh?

Hoeneß: Ich bin immer hoffnungsfroh, bis zur 92. Minute können wir ein Spiel drehen. Ich war bis zum Schluss der Meinung, dass wir es noch schaffen können.

Es sah aber nicht so aus, als ob man jederzeit damit rechnen könnte.

Hoeneß: Wenn man einen Luca Toni auf dem Platz hat, ist es immer so, dass jederzeit ein Tor fallen kann. Da haben wir schon andere Situationen gehabt und dann war plötzlich der Ball im Tor.

Mit der Rotation haben Sie schon oft die passenden Ergebnisse erreicht…

Hoeneß: Hören Sie doch auf, die Niederlage an der Rotation festzumachen! Der beste von unseren Spielern war heute der Breno. Der ist heute reinrotiert worden. Also daran kann es wohl nicht gelegen haben. Der hat ja nicht einen Zweikampf verloren. Nicht mal die strittige Situation war ein Foul.

Muss man das Gegentor Michael Rensing ankreiden?

Hoeneß: Über die Mauer, das ist schwierig. Er muss spekulieren, und wenn er ihn dann in seine Ecke kriegt, sagt man, er ist schuld. Da muss man Glück haben. Man kann ihm keinen Vorwurf machen.

Was erwarten Sie gegen Lyon?

Hoeneß: Ich hoffe nicht, dass wir dieses Jahr zwei Gesichter zeigen. Eines in der Champions League und eines in der Liga. Das hatten wir auch schon ein paar Mal in den letzten zwanzig Jahren. Ich bin überzeugt davon, dass wir am Dienstag ein gutes Spiel machen. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir in der Bundesliga so weiterspielen können. So kann es nicht weitergehen! Sonst ist der Abstand zu den anderen Mannschaften bald zu groß und das darf nicht passieren.

Aufgezeichnet: Mario Volpe

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Quelle: tz

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