„Die Reise war kurz“

Hoeneß zieht USA-Fazit - Niko Kovac entdeckt Franck Ribéry neu

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Uli Hoeneß.

Zum Ende der USA-Reise sprach Präsident Uli Hoeneß über die Arbeit von Niko Kovac. So fällt sein Fazit aus. 

Miami - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist sehr angetan vom neuen Trainer Niko Kovac. „Ich glaube, wir haben eine gute Wahl getroffen“, sagte der 66-Jährige zum Ende der USA-Reise des deutschen Fußball-Rekordmeisters in Miami der Münchner „Abendzeitung“ (Montag-Ausgabe). Der 46 Jahre alte Kovac arbeitet seit Anfang des Monats als Nachfolger von Jupp Heynckes für die Bayern.

Den Ablauf und die Organisation der Marketing-Tour in Amerika bewertete Hoeneß als „wunderbar“. Im vergangenen Jahr hatte der Präsident eine deutlich längere Werbetour nach China und Singapur noch als grenzwertig bezeichnet. „Die Reise war kurz und hat uns die Möglichkeit gegeben, richtig zu trainieren. Wir hatten beste Bedingungen. Das habe ich ja letztes Jahr kritisiert: Da hatten wir vier Spiele an drei verschiedenen Orten. Jetzt sind es zwei Spiele an zwei Orten gewesen.“ Die Reiserei sei nicht sehr anstrengend gewesen. Hoeneß' Fazit vor dem Rückflug der Mannschaft am Sonntagabend (Ortszeit) nach München lautete: „Perfekt!“

Kovac testet und schwärmt

Beinahe perfekt lief die USA-Reise auch für die beiden Allstars Franck Ribéry und Arjen Robben. 

„Es gibt nur gute und weniger gute Spieler - und die Beiden sind richtig gut, egal in welchem Alter sie sich befinden“, sagte Kovac. Der neue Coach hat schnell einen Draht zu den Team-Senioren gefunden. Ribéry machte er zum Kapitän des USA-Aufgebotes. Und gegen ManCity testete er den Franzosen einfach mal als Spielmacher. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac schon den neuen FC-Bayern-Kapitän bestimmt hat.

Ribéry trieb das Offensivspiel wuchtig und ideenreich an. Und nicht nur beim herrlichen 2:0 von Robben harmonierten die zwei Routiniers wunderbar. „Wir lieben Fußball, Franck und ich. Es macht immer Spaß, zusammen auf dem Platz zu stehen. Wir haben uns wieder einige Male gut gefunden. Das war schon positiv“, sagte Robben.

Entdeckt Kovac Ribéry neu?

Ribéry glänzte zentral. „Ich habe lange nicht gespielt auf der Zehn. Aber ich habe dort schon oft gespielt, in Marseille und in der Nationalmannschaft. Es war komisch, aber schön“, resümierte der Franzose.

Ribéry und Robben dürfen die Dienstreise als Erfolg verbuchen. Ebenso der Verein. Der Marketing-Trip erfüllte den Zweck und spülte in einem der Zielmärkte des FC Bayern auch noch viel Geld in die Kasse. 

Am Wochenende stieß auch noch der in Florida sehr populäre Kolumbianer James Rodrígiuez zur Münchner Reisegruppe. Der noch von Real Madrid ausgeliehene Starkicker legte dabei ein Bekenntnis zum FC Bayern ab. „Ja, es gab viele Gerüchte“, sagte James im Teamhotel zu den Spekulationen über eine Rückkehr zu Real. „Aber Bayern ist meine Gegenwart. Ich bin glücklich hier und denke nur an Bayern München.“

Ur-Bayern sind inzwischen Ribéry und Robben. Die Frühform der Routiniers ist bemerkenswert, die Fitness schon top. Die Niederlagen mit vielen unerfahrenen Nachwuchsspielern im Kader beim International Champions Cup seien „überhaupt nicht dramatisch“, urteilte Robben.

Karl-Heinz Rummenigge nutzte das Ende der Reise für eine Kampfansage an die europäische Konkurrenz

dpa

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