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Hoffenheim: Hopp contra Hoeneß

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Dietmar Hopp kontert Kritik aus München mindestens genauso scharf.
Dietmar Hopp kontert Kritik aus München mindestens genauso scharf. © dpa

Hoffenheim - Pilotentraining, Techniktrainer und Prämienverhandlungen für eine Europacup-Teilnahme – es geht rund beim Herbstmeister Hoffenheim.

Offiziell spielt der Titel aber weiter keine Rolle. „Einen Tabellenplatz als Ziel wird von mir keiner hören“, erklärte Ralf Rangnick nach dem 1:1 gegen Schalke. Der Trainer konnte sich wegen des verpassten Siegs gegen neun Knappen nicht so richtig freuen – doch seine Spieler tanzten auf dem Rasen, und auch Mäzen Dietmar Hopp war selig. „Man stelle sich vor, Herbstmeister vor dem FC Bayern“, schwärmt der Milliardär, „ich bin mehr als glücklich und stolz“.

Und ein wenig träumen wird ja wohl noch erlaubt sein – frag nach bei Neu-Nationalspieler Marvin Compper: „Unser Ziel ist es jetzt, diesen Platz zu verteidigen. Das wäre wunderschön. Ich weiß, wir können sogar noch besser spielen.“ Also doch eine Kampfansage. Und die Hoffenheimer können sogar noch offensiver. „Was Hoeneß in München sagt, stößt bei uns auf taube Ohren“, kontert Hopp die bayerischen Verbal-Attacken. „Eigentlich könnten wir die Nicht-Abstiegsprämie jetzt schon ausbezahlen. Die Chance, dass wir Meister werden, ist größer als die Gefahr noch abzusteigen.“

Im Trainingslager in La Manga (Spanien) will Manager Jan Schindelmeiser nun Europapokal-Prämien aushandeln. Die Mehr-Belastung, über die sich Hoeneß am Wochenende beschwerte, „droht“ auch Hoffenheim. Bis es so weit ist, hat Schindelmeiser noch einen Spitze für die Münchner Kritik an der Spieltags-Ansetzung parat: „Damit die Chancengleichheit wieder hergestellt ist, werden wir künftig mittwochs ein interkontinentales Freundschaftsspiel austragen.“

So kennt man den Aufsteiger: Frech, keck, aber auch einfallsreich. Und die Ideen gehen Rangnick nicht aus: Mit einem speziellen Pilotentraining, in dem Wahrnehmungszeit und Handlungsschnelligkeit verbessert werden sollen, will der Trainer seine Spieler auf den Angriff der Bayern vorbereiten. Zudem soll der Trainerstab durch einen Technik-Coach erweitert werden. Rangnick zur Welt: „Es geht um Gehirn- und Nerventraining. Es bringt nichts, wenn jemand 300 Flanken schlägt, das aber mit falscher Technik tut. Wir wollen dort gezielt ansetzen.“

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Quelle: tz

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