Bayerns Pechvogel

Badstuber: Das sagt er nach seiner Roten Karte

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Musste beim Bayern-Spiel gegen Olympiakos Piräus zeitig zum Duschen: Holger Badstuber sah gegen die Griechen die Rote Karte.

München - So hat sich Holger Badstuber sein Startelf-Comeback beim FC Bayern nicht vorgestellt. Wegen einer Roten Karte ist das Spiel gegen Piräus zeitig beendet. Doch der Verteidiger bleibt gelassen.

Pechvogel Holger Badstuber kam als einer der ersten Bayern-Profis aus der Kabine. Der Nationalspieler hatte nach seinem Platzverweis (53.) beim Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus (4:0) ja deutlich mehr Zeit für die Körperpflege als die meisten seiner Kollegen. Zur Sache, der Roten Karte bei seinem Startelf-Comeback nach sieben Monaten, hatte Badstuber aber fast nichts beizutragen. „Naa“, wiegelte er ab und hob entschuldigend die Arme, „schaut's euch selber an, alles gut."

Alles gut? Naja. Badstuber hatte sich bereits den ein oder anderen Wackler geleistet, als er kurz nach der Pause in ein Laufduell mit Ideye Brown musste. Der Bayern-Verteidiger kam nicht recht hinterher, zupfte ein bisschen am Oberkörper des Stürmers herum - und der Nigerianer fiel. Schiedsrichter Jonas Eriksson (Schweden) blieb kaum eine andere Wahl, als Badstuber, den "letzten Mann“ in der wie immer weit aufgerückten Bayern-Abwehr, wegen dieser Notbremse, Badstubers erstem Foul (!), vorzeitig zum Duschen zu schicken.

Sammer moniert schlechtes Timing

In der Szene habe man deutlich gesehen, dass Badstuber noch nicht richtig fit sei, monierte Sky-Experte Franz Beckenbauer. Laut Matthias Sammer fehlte Badstuber „ein Prozent Timing“. Der Sportvorstand nahm den Pechvogel allerdings in Schutz. Brown habe die Karte „geschunden“. Badstubers Nebenmann Jerome Boateng meinte: „Er lässt sich fallen, weil er sieht, dass er nicht mehr an den Ball kommt.“ Deshalb sei es „schade“ für Badstuber, betonte Philipp Lahm.

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Der Kapitän merkte an, dass die Münchner Spielweise mit der weit vor dem Tor positionierten Abwehr immer wieder zu derartigen Situationen führe. Aber: „Man kann so eben sehr, sehr schnell den Ball erobern.“ Deshalb wird sich an diesem Ansatz nichts ändern. Der technisch beschlagene Badstuber (26) ist eigentlich prädestiniert dafür - wenn er körperlich voll da ist.

„Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu reden, jeder weiß, dass wir ihn brauchen“, sagte Torhüter Manuel Neuer. Angesichts der langen Pause haben der Kollege „sehr gut gespielt“, betonte Boateng, „wir sind froh, dass er wieder da ist“.

sid

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