Der Bayern-Star ist ein Kämpfer

Badstuber: "Ich komme zurück – völlig gesund!"

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Trainer Pep Guardiola, Schützling Holger Badstuber: Die Leiden gehen weiter…

München - Im Januar in Katar hat Holger Badstuber erzählt, wie sehr er sich wünscht, bei Titelfeiern des FC Bayern nicht mehr nur eine Randfigur zu sein. „Ich will ein Teil davon sein“, hat er gesagt. Doch daraus wird nun abermals nichts.

Badstuber dürfte in wenigen Wochen wieder irgendwo an der Seite stehen, vielleicht sogar auf Krücken gestützt. Bayern wird dann die 25. Meisterschaft bejubeln, unter Umständen noch mehr. Badstuber wird womöglich winken und lächeln, aber es dürfte ihm schwerfallen. Schließlich geht das dann schon im dritten Jahr in Folge so.

879 Tage sind es heute genau, seit sich Badstuber am 1. Dezember 2012 das Kreuzband im rechten Knie verletzte – in einem Spiel gegen den BVB. Es war ein Missgeschick, das nicht nur einen Anker aus der Defensive des FC Bayern riss, sondern auch für den Beginn einer beispiellosen Leidenszeit steht.

Badstuber fehlte danach bis August 2014, weil in der Reha das Kreuzband ein zweites Mal ersetzt werden musste, er wurde nicht Weltmeister. Badstuber verpasste inklusive einer weiteren Pause wegen eines Sehnenrisses (September 2014 bis Januar 2015) fast 150 Pflichtspiele der Bayern. Badstuber hatte phasenweise kaum noch einer auf der Rechnung.

Doch Badstuber ist ein Kämpfer. Der 26-Jährige war schneller als gedacht wieder ein Faktor im Team von Pep Guardiola. Badstuber feierte am 25. März beim 2:2 gegen Australien sein DFB-Comeback nach zweieinhalb Jahren Pause. Badstuber erzielte kurz zuvor gegen Donezk sein erstes Tor in der Champions League. Guardiola adelte den gebürtigen Memminger sogar als „besten Spieler, den ich jemals trainiert habe“.

Aber jetzt hat ihn die Vergangenheit erneut eingeholt, mit der er längst hatte abschließen wollen. „Zukunft! Darüber rede ich!“, sagte er kürzlich auf die Frage nach seinen Verletzungen. Im CL-Viertelfinale gegen Porto (6:1) erlitt er einen Muskelschaden am linken Oberschenkel, den er nun in der Klinik von Dr. Richard Steadman in Vail operieren lässt. Dort, wo ja bereits sein Kreuzband geflickt worden war. Badstuber geht nun erneut durch ein monatelanges Aufbauprogramm – mit einem klaren Ziel: „Ich bin positiv und werde völlig gesund zurückkehren.“

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